Lächeln und man glaubt Ihnen: Was Psychologen herausgefunden haben
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Lächeln und Vertrauen: Wie Mimikry den ersten Eindruck prägt.
Psychologen haben herausgefunden, dass Lächeln in Sekundenschnelle eine Kette des Vertrauens auslöst: Wir sind eher geneigt, einen glücklichen Gesichtsausdruck unwillkürlich zu kopieren und bewerten eine lächelnde Person dann als vertrauenswürdiger und attraktiver. Die Arbeit eines internationalen Teams von Wissenschaftlern, darunter Forscher der SWPS Universität und der Humboldt Universität Berlin, wurde in der Zeitschrift Emotion veröffentlicht.
Was ist emotionale Mimikry und warum ist sie wichtig?
In der alltäglichen Kommunikation "passen" sich Menschen oft aneinander an: Sie wiederholen Mimik, Tonfall und Gestik. Im Falle von Emotionen nennt man dies emotionale Mimikry - wenn wir, ohne es zu merken, das Lächeln, das Stirnrunzeln oder den Ausdruck von Traurigkeit des Gesprächspartners leicht wiederholen. Wissenschaftler glauben, dass dieser "Spiegel"-Mechanismus dazu beiträgt, die Absichten einer anderen Person schneller zu verstehen und die sozialen Bindungen zu stärken.
Wie die Hypothese getestet wurde
Die Autoren führten drei Experimente durch, bei denen die Teilnehmer Gesichter mit Ausdrücken von Freude, Traurigkeit und Wut bewerteten. In zwei der Experimente wurde die Gesichts-Elektromyographie (EMG) eingesetzt, eine Technik, die die Mikrobewegungen der Gesichtsmuskeln aufzeichnet, um genau zu messen, wie sehr eine Person die Emotion, die sie sieht, "kopiert".
- Im ersten Experiment bewerteten die Probanden Vertrauenswürdigkeit, Attraktivität und Zuversicht. Das EMG zeigte: Lächeln wurde deutlich häufiger nachgeahmt als Traurigkeit oder Wut.
- Im zweiten Experiment testeten die Forscher die Kausalität: ob sich die Bewertung einer anderen Person ändert, wenn der Gesichtsausdruck des Teilnehmers die Nachahmung künstlich "anstößt" (oder umgekehrt). Die Ergebnisse unterstützten die Idee, dass glückliche Mimik mit erhöhtem Vertrauen verbunden ist und ein kausaler Faktor sein könnte.
- Im dritten Experiment wurde das Vertrauen anhand des Verhaltens gemessen - durch ein "Investitionsspiel", bei dem die Teilnehmer entschieden, wie viele virtuelle Punkte sie einem Partner geben wollten. Lächelnde Gesichter lösten mit größerer Wahrscheinlichkeit Mimikry aus und provozierten ein vertrauensvolleres Verhalten.
Wichtigste Erkenntnis
Die Studie bestätigt eine weit verbreitete Intuition: Lächelnde Menschen werden mit größerer Wahrscheinlichkeit als vertrauenswürdig angesehen. Aber ein wichtiges Detail - Vertrauen hängt nicht nur mit der Tatsache zusammen, dass eine Person lächelt, sondern auch damit, wie sehr Sie selbst (wenn auch unmerklich) sein Lächeln "aufgeschnappt" haben: je intensiver die Mimikry der Freude, desto höher das Vertrauen beim ersten Eindruck.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.












