NATO-Verbündete beschließen, das Mandat des Generalsekretärs der Allianz um ein Jahr zu verlängern, aber er will nicht

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg ist seit neun Jahren im Amt.

Die NATO-Mitgliedsstaaten sind der Meinung, dass die Amtszeit von Jens Stoltenberg als Generalsekretär um eine weitere Amtszeit verlängert werden sollte, wie Welt und Reuters berichten.

Die deutsche Zeitung Die Zeit zitierte jedoch die NATO-Sprecherin Oana Lungeski mit der Aussage, dass NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg seine am 30. September 2023 auslaufende Amtszeit nicht verlängern wird, da er nach fast neun Jahren als Generalsekretär bereits drei aufeinanderfolgende Amtszeiten hinter sich hat.

Die Welt am Sonntag schrieb, die NATO-Länder hätten sich dennoch auf eine informelle Vereinbarung geeinigt, die Stoltenberg bis zum Frühjahr 2024 im Amt halten würde.

So kann er im April in Washington einen Gipfel anlässlich des 75-jährigen Bestehens der NATO leiten. Er hat auch herausragende Leistungen für die NATO erhalten, insbesondere vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine", so die Zeitung.

Den Gesprächspartnern der Zeitung zufolge hat Stoltenberg nach seiner Kündigung gute Chancen, das Amt des Weltbankpräsidenten zu übernehmen. Es ist bekannt, dass er seinen Posten bereits im vergangenen Jahr aufgeben und nach Hause zurückkehren wollte, um Gouverneur der Zentralbank zu werden.

Jens Stoltenberg ist ein norwegischer Staatsmann und Politiker, Ministerpräsident von Norwegen von 2000-2001 und 2005-2013 und Generalsekretär der NATO.