Wissenschaftler haben herausgefunden: Tratschen stärkt romantische Beziehungen
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Psychologen der Universität von Kalifornien, Riverside, haben herausgefunden, dass Klatsch und Tratsch innerhalb eines Paares mit größerer Lebenszufriedenheit und besserer Beziehungsqualität verbunden sind.
Die Studie Spill the Tea, Honey: Gossiping Predicts Well-Being in Same- and Different-Gender Couples wurde im Journal of Social and Personal Relationships veröffentlicht.
Laut Hauptautor Chandler Sfar ist dies die erste Studie, die untersucht, wie Klatsch und Tratsch das emotionale Wohlbefinden in romantischen Beziehungen beeinflusst. Die Wissenschaftler betonen: Klatsch ist nicht nur leeres Geschwätz, sondern ein allgegenwärtiges soziales Phänomen, das eine wichtige Rolle in der emotionalen Intimität spielen kann.
An der Studie nahmen 76 gleichgeschlechtliche und gegengeschlechtliche Paare aus Südkalifornien teil. Jeder Teilnehmer trug ein tragbares EAR-Gerät (Electronically Activated Recorder), das nach dem Zufallsprinzip etwa 14% der täglichen Gespräche aufzeichnete. Die Analyse ergab, dass die Menschen im Durchschnitt etwa 38 Minuten pro Tag mit Tratschen verbrachten, davon etwa 29 Minuten im Gespräch mit einem Partner. Weiblich-weibliche Paare tratschten am häufigsten.
Alle Teilnehmer berichteten im Allgemeinen über ein hohes Maß an Zufriedenheit, aber gleichgeschlechtliche Paare waren mit ihren Beziehungen zufriedener als verschiedengeschlechtliche Paare, und die höchste Beziehungsqualität wurde bei Paaren von Frau zu Frau festgestellt.
Die Forscher vermuten, dass gemeinsames Tratschen als emotionaler "Klebstoff" zwischen den Partnern fungieren kann. Wenn Sie zum Beispiel auf dem Heimweg von einer Party über die Gäste sprechen - wer was gesagt hat, wie sie aussahen, wie ihre Beziehung war - kann das das Gefühl der Zusammengehörigkeit stärken. Negative Kommentare führen dazu, dass sich die Partner einander näher fühlen als anderen gegenüber, während positive Kommentare dazu beitragen, die angenehmen Gefühle zu verlängern.
Den Autoren zufolge kann Klatsch auch als "soziales Regulierungsinstrument" dienen, das gegenseitige Erwartungen und Verhaltensnormen formt, die die Harmonie in einem Paar fördern.
Die Studie knüpft an eine Arbeit aus dem Jahr 2019 an, in der Professor Megan Robbins eine Reihe von Mythen widerlegt hat: Frauen tratschen nicht mehr als Männer, und Menschen mit niedrigem Einkommen tratschen mehr als reiche Menschen; während jüngere Menschen eher negative Gerüchte verbreiten als ältere Menschen.
In der neuen Studie wurde nicht analysiert, ob der Klatsch positiv, negativ oder neutral war - es wurde nur die Tatsache berücksichtigt, dass über abwesende Personen gesprochen wurde.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.












