Das Vertrauen der US-Bürger in die Bundesregierung ist auf einen Rekordtiefstand gesunken – Umfrage
Das Vertrauen der Amerikaner in die Bundesregierung ist laut einer Umfrage von Fox News auf den tiefsten Stand seit mehr als 20 Jahren gesunken. Die Mehrheit der Wähler äußert zudem Unzufriedenheit mit dem Kurs des Landes und der wirtschaftlichen Lage.
Das Vertrauen der Amerikaner in die Bundesregierung ist auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten gesunken, wie Daten einer neuen Umfrage von Fox News zeigen. Vor diesem Hintergrund äußern fast zwei Drittel der Wähler Unzufriedenheit mit dem Kurs des Landes.
Der Umfrage zufolge geben nur 25 % der registrierten Wähler in den USA an, dass sie den Bundesbehörden „insgesamt vertrauen“. 74 % der Befragten vertreten die gegenteilige Meinung, weitere 1 % konnten keine Antwort geben.
Im Vergleich zu früheren Erhebungen ist der Vertrauensindex von 32 % gesunken. Das bisherige historische Tief – 31 % – wurde Ende Juni 2023 verzeichnet, wenige Wochen nachdem gegen Donald Trump Anklage wegen des Umgangs mit geheimen Dokumenten erhoben worden war.
Ein lang anhaltender Trend des Misstrauens
Umfragen von Fox News zeigen, dass Anfang der 2000er Jahre – während der Präsidentschaft von George Bush – mehr als die Hälfte der Amerikaner der Bundesregierung vertraute. Seit dem Ende der zweiten Amtszeit von Barack Obama stieg das Vertrauen jedoch nicht mehr über 40 % hinaus. Im Laufe des letzten Jahrzehnts hat das Misstrauen stetig zugenommen. Derzeit geben 74 % der Wähler an, dass sie der US-Regierung nicht vertrauen.
Politische Gräben
Eine Aufschlüsselung nach politischen Präferenzen zeigt eine tiefe Polarisierung:
83 % der Demokraten gaben an, kein Vertrauen zu haben (gegenüber 73 % im Vorjahr)
Etwa zwei Drittel der Republikaner misstrauen der Regierung ebenfalls
8 von 10 unabhängigen Wählern äußern Misstrauen, und nur 18 % vertrauen der Regierung
Die Umfrage belegt zudem wirtschaftlichen Pessimismus: Mehr als die Hälfte der Befragten ist der Ansicht, dass die Wirtschaftspolitik des Landes zugunsten der Reichen wirkt. Nur 12 % geben an, dass sich ihre finanzielle Lage verbessert, während 44 % eine Verschlechterung feststellen und 43 % von einer stabilen Lage berichten.
Die Ergebnisse sind ein weiteres Alarmsignal für die Regierung von Donald Trump im Vorfeld der Zwischenwahlen, wie Journalisten anmerken.
Die Umfrage von Fox News wurde vom 12. bis 15. Juni unter 1.002 registrierten Wählern in den USA durchgeführt. Die Fehlermarge beträgt ±3 %.