US führt neue Anforderungen für die Bearbeitung von Green Cards ein
Die Trump-Administration führt eine neue Greencard-Regel ein, die Antragsteller dazu zwingen könnte, die USA zu verlassen, während ihre Anträge bearbeitet werden. Die Änderung wird Hunderttausende von Migranten betreffen und könnte Rechtsstreitigkeiten auslösen.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat eine neue Anforderung für Ausländer angekündigt, die eine Daueraufenthaltsgenehmigung beantragen. Nun müssen viele Greencard-Antragsteller die Vereinigten Staaten verlassen und außerhalb des Landes auf eine Entscheidung über die Dokumente warten. Dies berichtet CNN unter Berufung auf die U.S. Citizenship and Immigration Services (USCIS)
Den Änderungen zufolge werden die Antragsteller in ihre Herkunftsländer zurückkehren müssen, um ein dauerhaftes Visum zu beantragen. Ausnahmen werden nur noch unter "außergewöhnlichen Umständen" in Aussicht gestellt.
USCIS-Sprecher Zach Kahler begründete die Entscheidung mit der Notwendigkeit, gegen illegale Einwanderer vorzugehen, die sich nach der Ablehnung ihres Antrags in der Illegalität aufhalten.
Wenn Ausländer einen Antrag von ihrem Heimatland aus stellen, verringert sich die Notwendigkeit, diejenigen ausfindig zu machen und abzuschieben, die sich nach einer Ablehnung illegal in den USA aufhalten'', sagte er.
Die Änderung könnte das Leben von Hunderttausenden von Menschen ernsthaft beeinflussen. Das Greencard-Verfahren gilt schon jetzt als eines der längsten und kompliziertesten, da das Warten auf eine Entscheidung manchmal Monate oder sogar Jahre dauert. Die Antragsteller werden nun möglicherweise ihre Familien, ihre Arbeitsplätze und ihr Leben in den USA für diesen Zeitraum verlassen müssen.
Nach offiziellen Angaben des Heimatschutzministeriums wurde allein im Steuerjahr 2024 etwa 1,4 Millionen Menschen eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung erteilt.
US-Medien spekulieren, dass gegen die neuen Regeln geklagt werden könnte. Kritiker sehen die Initiative als einen weiteren Schritt, um nicht nur die illegale, sondern auch die legale Einwanderung einzudämmen.
Während der aktuellen Regierung wurden bereits Maßnahmen eingeführt, um die Zahl der Asylanträge zu reduzieren, temporäre Schutzprogramme für Migranten zu begrenzen, die Aufnahme von Flüchtlingen aus einer Reihe von Ländern auszusetzen und die Ausstellung von Arbeits- und Studentenvisa zu verschärfen", erinnert die Nachrichtenagentur.
Es ist bekannt, dass die Trump-Administration zuvor auch den vorübergehenden Rechtsstatus für etwa 530 Tausend Bürger aus Kuba, Haiti, Nicaragua und Venezuela aufgehoben hat, was das Risiko ihrer Abschiebung erhöhte.
Darüber hinaus hat die Regierung laut US-Medien Pläne für eine groß angelegte Verschärfung der Abschiebepolitik diskutiert - bis hin zur Ausweisung von bis zu 1 Million Menschen pro Jahr.