Der Westen wacht auf, weil die Russische Föderation mit Drohnen eingedrungen ist - Massenmedien

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Russische Drohnen verletzen zunehmend die Grenzen der NATO.

Europa ist nach einer Reihe waghalsiger Übergriffe durch russische Drohnen alarmiert. Wie The Telegraph berichtet, hat die Welle von Vorfällen fast den gesamten Kontinent erfasst und könnte zu einer gefährlichen Eskalation führen.

Alles begann am Abend des 9. September, als etwa 20 von Weißrussland aus gestartete Drohnen den polnischen Luftraum durchquerten. Einige von ihnen wurden abgeschossen, aber allein die Tatsache, dass sie in die NATO-Zone eindrangen, war ein alarmierendes Signal. Russland leugnete wie üblich eine Beteiligung, aber schon bald wurden ähnliche Fälle in Rumänien, Deutschland, Dänemark, Schweden und anderen europäischen Ländern registriert", schreibt die Publikation.

Europäische Politiker sind besonders besorgt über die Version des Abschusses von Drohnen von der "Schattenflotte" aus - russische Tanker, die die Sanktionen umgehen. Insbesondere Frankreich hat das Schiff Boracay während einer Welle von Drohnenbeobachtungen über der Ostsee vorübergehend festgehalten.

Nach Angaben der Zeitung werden in Russland rund um die Uhr Geranium-Drohnen (Shahed-136) hergestellt - billige "Kamikaze-Drohnen", die Ziele in Hunderten von Kilometern Entfernung treffen können. Ihr massenhafter Einsatz ist bereits zu einem Markenzeichen der russischen Taktik in der Ukraine geworden und bedroht nun auch Europa selbst.

Als Reaktion darauf diskutieren die EU-Länder über die Schaffung einer "Drohnenmauer" - ein einheitliches Frühwarn- und Abfangsystem, ähnlich wie Israels Iron Dome. Bislang gibt es jedoch keinen solchen Schutz.

Die wirtschaftliche Herausforderung liegt auf der Hand: Eine billige Drohne mit einer Millionen Euro teuren Rakete abzuschießen, ist auf Dauer unmöglich. Deshalb sucht Europa nach neuen Lösungen - Laser, elektronische Unterdrückung und billige Abfangjäger", heißt es in dem Artikel.

Vor dem Hintergrund der Bedrohung wächst die Zahl der Startups im Bereich der Verteidigung rasant. Private Unternehmen wie Helsing und Kraken bieten innovative Systeme zum Schutz des Luftraums an. Experten fordern die EU jedoch auf, schneller zu handeln: "Wir müssen die Technologie in Monaten beschaffen, nicht in Jahren."

Die Erfahrungen der Ukraine haben gezeigt, dass Drohnen bereits zur Waffe der Zukunft geworden sind. Und jetzt, wo russische Drohnen über Europa auftauchen, müssen die westlichen Hauptstädte entscheiden, wer das technologische Rennen gewinnt", schreiben die Autoren des Materials.