Einem vom Aussterben bedrohten Affen sollte eine Pfote amputiert werden - doch nach der Operation brachte er ein Junges zur Welt
Einem seltenen Roloua-Affenweibchen wurde aufgrund einer schweren Infektion beinahe die Pfote amputiert. Doch die Ärzte wagten eine komplexe Operation und retteten sie. Einige Monate später brachte sie ein Kalb zur Welt, ein wichtiger Meilenstein für die bedrohte Art.
die 15-jährige Masaya aus dem Chester Zoo (Großbritannien) litt schon lange unter einer schmerzhaften Masse an ihrer Pfote.
Als der Tumor auf die Größe eines Golfballs anwuchs, trafen die Tierärzte eine Entscheidung: entweder Amputation oder eine riskante Operation.
Ähnliche Operationen waren bei dieser Tierart noch nie durchgeführt worden.
Die Chirurgen versuchten dennoch, die Pfote zu retten - und konnten das befallene Gewebe entfernen, wobei sie nur eine Zehe verloren.
Nach der Genesung kehrte Masaya zu seinem normalen Leben zurück.
Und bald geschah das Unerwartete:
sie brachte ein Jungtier zur Welt, ein Weibchen namens Lagertha.
Warum das wichtig ist
Der Roloway-Affe ist einer der seltensten Primaten überhaupt:
- in freier Wildbahn gibt es weniger als 2.000 Exemplare
- zoos haben nur eine Handvoll Zuchtweibchen
Wäre die Pfote amputiert worden, hätte Masaya möglicherweise nicht in der Lage sein können:
- nicht in der Lage sein, ihr Kalb zu halten
- die Fähigkeit verlieren, sich normal zu bewegen
- nicht in der Lage sein, zu züchten
Tatsächlich gab ihr die Operation eine Chance, die Art fortzuführen.
Hintergrund
Die Operation wurde von Spezialisten des Chester Zoo in Zusammenarbeit mit der Universität von Liverpool durchgeführt.
Die Geschichte ist wichtig für Zuchtprogramme für seltene Arten, bei denen jedes Individuum zählt.