Ist Scheidung gut für das Gehirn? Studie zeigt, dass Singles ein geringeres Risiko für Demenz haben
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Eine wichtige neue Studie von Wissenschaftlern aus den USA und Frankreich hat die lange Zeit vertretene Ansicht in Frage gestellt, dass die Ehe vor kognitiven Beeinträchtigungen schützt.
Eine Analyse der Daten von mehr als 24.000 älteren Erwachsenen ergab, dass diejenigen, die geschieden oder nie verheiratet waren, ein deutlich geringeres Demenzrisiko aufwiesen als ihre verheirateten und unverheirateten Altersgenossen.
Details: Selin Karakose et al, Marital status and risk of dementia over 18 years: Surprising findings from the National Alzheimer's Coordinating Centre, Alzheimer's & Dementia (2025). DOI: 10.1002/alz.70072
Die Studie dauerte 18 Jahre. Die Teilnehmer wurden jährlich von Ärzten des Nationalen Koordinationsprogramms für Alzheimer-Krankheiten (USA) untersucht. Bei keinem der Teilnehmer war zu Beginn der Nachbeobachtung eine Demenz diagnostiziert worden.
Während der Nachbeobachtungszeit entwickelte sich bei 20,1 % der Teilnehmer eine Demenz . Bei den Verheirateten lag diese Zahl bei 21,9 Prozent. Im Vergleich dazu waren es bei den Geschiedenen nur 12,8 Prozent und bei denen, die nie verheiratet oder ledig waren, 12,4 Prozent.
Selbst nachdem die Wissenschaftler viele Faktoren berücksichtigt hatten - Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand, Lebensstil, Vererbung und Art der Überweisung - blieb der Zusammenhang zwischen Unverheiratetsein und einem geringeren Demenzrisiko bestehen. Der Effekt war besonders ausgeprägt bei geschiedenen und unverheirateten Personen.
Außerdem war es bei "ledigen" Teilnehmern weniger wahrscheinlich, dass sie von einer leichten kognitiven Beeinträchtigung zu einer ausgewachsenen Demenz fortschritten. Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem Familienstand und dem Risiko, an der Alzheimer-Krankheit und der Demenz mit Lewy-Körperchen zu erkranken. Bei der vaskulären Demenz und der frontalen temporalen Degeneration wurde jedoch kein solcher Zusammenhang festgestellt.
Warum das so ist, ist eine offene Frage. Die Forscher vermuten, dass alleinstehende Menschen möglicherweise mehr auf sich selbst achten, auf Ernährung, Schlaf und Bewegung. Es ist auch möglich, dass sich in der Ehe Stress ansammelt, der zur Verschlechterung der Gehirnfunktion beiträgt.
Die Ehe ist also kein universeller Schutz gegen altersbedingte Veränderungen des Gehirns. Die Vorstellung, dass das Eheleben automatisch die kognitive Gesundheit verlängert, muss neu überdacht werden.
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Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.












