Putin hat den Anruf von Scholz als Schwäche aufgefasst - Medienunternehmen
am 15. November führten der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz und der russische Präsident Wladimir Putin ein Telefongespräch - das erste seit fast zwei Jahren.
Der Anruf von Bundeskanzler Olaf Scholz bei Kreml-Diktator Wladimir Putin signalisiert Schwäche in der westlichen Welt und bei Scholz selbst. Dies berichtet die Zeitung Le Monde.
Die Zeitung schreibt, dass Scholz' Kommunikation mit Putin innerhalb des Landes auf Ablehnung gestoßen ist. Die deutsche Opposition warf Scholz vor, die russische Propaganda anzuheizen. Insbesondere der Vertreter der Christlich-Demokratischen Union, Jürgen Hardt, kritisierte den Kanzler dafür, den "Propagandaerfolg" des Kremls im Rahmen der deutschen Innenpolitik zu fördern.
Er sagte, Herr Scholz hätte dem Kremlchef bei seinem Gespräch mit Herrn Putin ein Ultimatum stellen und deutlich machen sollen, dass Moskau in Berlin einen starken Gegner hat.
Herr Scholz hat keine neuen konkreten Vorschläge gemacht und nicht einmal ein Quasi-Ultimatum gestellt", sagte der Politiker.
Gleichzeitig wies Hardt darauf hin, dass Putin logische Argumente nicht versteht und die Situation nur aus einer Position der Stärke heraus begreift, die er "von Verbündeten spüren muss".
Zur Erinnerung: Scholz hat Putin zum ersten Mal seit langer Zeit angerufen. Die Bundeskanzlerin verurteilte den russischen Eroberungskrieg gegen die Ukraine und forderte Putin auf, ihn zu beenden und die Truppen abzuziehen. Scholz versicherte, dass Deutschland die Ukraine bei ihrer Verteidigung gegen die russische Aggression so lange wie nötig unterstützen werde.