Die Ukraine will eine Panzerfabrik bauen, Medwedew hat bereits Rache versprochen

Wenn eine Panzerfabrik auf ukrainischem Gebiet gebaut wird, könnte sie gegen russische Raketenangriffe geschützt werden, versichert Berlin.

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall beabsichtigt, in der Ukraine eine Panzerfabrik zu eröffnen. 200 Millionen Euro könnten für den Bau des Werks bereitgestellt werden, so der Spiegel.

Das Unternehmen hält es nicht für notwendig, das Ende des Krieges in der Ukraine abzuwarten und ist bereit, das Werk auch unter der Bedrohung durch russische Raketenangriffe zu bauen. Laut Papperger wird das Unternehmen in der Lage sein, das Werk vor etwaigen russischen Angriffen zu schützen.

Die Kapazität des Werks könnte bis zu 400 Kampfpanzer vom Typ Panther pro Jahr betragen", heißt es in der Publikation.

Die deutsche Seite bezeichnet die vorläufigen Vereinbarungen als "vielversprechend" und rechnet damit, das Geschäft in naher Zukunft abschließen zu können.

Armin Papperger, Chef von Rheinmetall, ist der Ansicht, dass es sich um ein für beide Seiten sehr interessantes Geschäft handelt. Für die Ukraine bedeutet dies in erster Linie, dass sie die Waffen, die sie braucht, "zur Hand" haben wird.

Die Ukraine braucht 600 bis 800 Panzer, um zu gewinnen. Selbst wenn Deutschland der Bundeswehr alle 300 verfügbaren Leopard 2-Panzer zur Verfügung stellen würde, wäre das immer noch zu wenig", betonte der Rheinmetall-Chef.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall stellt derzeit rund 250 Panzer her.

Die Nachricht hat bereits im Kreml Widerhall gefunden. Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitrij Medwedew, reagierte darauf, dass der deutsche Konzern Rheinmetall noch vor Kriegsende ein Panzerwerk in der Ukraine bauen will. Er drohte, dass Russland das Werk mit Raketenangriffen zerstören werde, schrieb er im Telegramm.

"Wenn die Deutschen wirklich bauen wollen (obwohl sie sehr pragmatische Menschen sind), freuen wir uns darauf. Dieses Ereignis wird mit einem Salut von Kalibern und anderen pyrotechnischen Geräten gebührend markiert werden", heißt es in der Nachricht.

Rheinmetall, ein deutscher Maschinenbau- und Rüstungskonzern, ist einer der größten europäischen Hersteller von militärischer Ausrüstung und Waffen. Zu den wichtigsten Entwicklungen gehören der Leopard-Panzer, der Marder-Kampfpanzer, die PzH 2000 SAU und andere Arten von schwerem Gerät.