Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Wolken der Venus zu 60 Prozent aus Wasser bestehen
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Archivierte Daten der Pioneer-Venus-Mission der NASA aus den 1970er Jahren haben Wissenschaftlern einen Knüller beschert.
Amerikanische Forscher haben die Ergebnisse von Experimenten, die mit Hilfe des Abstiegsfahrzeugs durchgeführt wurden, neu analysiert und festgestellt, dass die Wolken der Venus zu etwa 60% aus Wasser bestehen und nicht nur aus Schwefelsäure, wie bisher angenommen.
Die Arbeit wurde im Journal of Geophysical Research: Planets veröffentlicht und hat bereits viele Diskussionen in der wissenschaftlichen Gemeinschaft ausgelöst. Die Entdeckung steht in direktem Zusammenhang mit der Frage nach der Möglichkeit der Existenz von Leben in der Atmosphäre der Venus - denn das Vorhandensein von Wasser ist eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür.
Warum frühere Daten ungenau waren
Lange Zeit glaubte man, dass die Wolken der Venus fast ausschließlich aus Schwefelsäure bestehen. Neue Forschungen haben jedoch gezeigt: Die Daten aus alten Instrumenten wurden falsch interpretiert.
Ein Team von Wissenschaftlern der California Polytechnic State University, der University of Wisconsin, der University of Arizona und der NASA hat im Archiv der Weltraumbehörde alte Mikrofilmaufnahmen gefunden und digitalisiert.
Es stellte sich heraus, dass während des Abstiegs der Pioneer-Sonde durch die dichte Atmosphäre die Eintrittslöcher ihrer Instrumente mit Aerosolen verstopft waren. Dies verfälschte vorübergehend die CO₂-Messungen, bot aber die einzigartige Gelegenheit, genau die darin eingeschlossenen Partikel zu analysieren.
Was sie in den Wolken der Venus fanden
Die Wissenschaftler untersuchten die Temperatur, bei der diese Aerosole "verbrannten" und verschiedene Substanzen freigesetzt wurden. Das haben sie herausgefunden:
Die Grundlage der Wolken sind Hydrate - Verbindungen von Wasser mit Salzen, insbesondere Eisen- und Magnesiumsulfat.
Der Wassergehalt in Aerosolen erreicht 62%, aber fast alles davon ist in diesen Verbindungen gebunden, anstatt wie auf der Erde in Form von Tröpfchen zu existieren.
Schwefelsäure ist tatsächlich vorhanden, ihr Anteil beträgt etwa 22 Prozent.
Es wurden auch Eisenverbindungen nachgewiesen, die wahrscheinlich mit dem Weltraumstaub in die Atmosphäre gelangt sind.
Zuvor zeigten Fernbeobachtungen der Venus einen minimalen Wassergehalt, was den Daten der Sonden widersprach. Jetzt ist es klar: Die Spektrometer haben nur Wasserdampf aufgezeichnet, aber kein "gebundenes Wasser" in Aerosolen. Die Landefähre hingegen war in der Lage, diese versteckte Komponente zu erfassen.
Die neue Studie beseitigt also den Widerspruch zwischen Fernbeobachtungen und In-situ-Messungen.
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Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.












