Zeckenangriff: Was tun bei einem Biss und wie Sie sich vor den Folgen schützen können
Mit dem Einsetzen der warmen Tage werden nicht nur die Datscha-Bewohner aktiv, sondern auch die Zecken.
Von Mai bis Oktober sind Zecken besonders aktiv - und stellen eine Gefahr für Mensch und Tier dar.
Wie finden Zecken ihre Beute?
Entgegen der landläufigen Meinung springen Zecken nicht. Sie sitzen im Gras oder auf Büschen und klammern sich im Vorbeigehen an den Körper eines Menschen oder Tieres. Die Zecke braucht dann viel Zeit, um eine geeignete Stelle für ihren Biss zu finden.
Was sind die Gefahren eines Zeckenbisses?
Zecken übertragen:
Lyme-Krankheit (Borreliose) - verursacht Rötungen, Schwellungen, Fieber, Schwäche.
Zeckenenzephalitis - betrifft das Nervensystem, verursacht Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlaflosigkeit und kann ernste Folgen haben.
Was sollte ich nach einem Zeckenbiss tun?
Gehen Sie so schnell wie möglich (innerhalb von 72 Stunden) zu einem Traumazentrum oder Arzt.
Wenn Sie keine Hilfe bekommen können, entfernen Sie die Zecke selbst:
greifen Sie sie vorsichtig mit einer Pinzette oder einer Schnurschlaufe so nah wie möglich an der Haut;
drehen Sie sie langsam im Uhrzeigersinn;
verwenden Sie kein Öl oder Cremes!
Behandeln Sie die Bissstelle mit einem Antiseptikum (Alkohol, Chlorhexidin). Verwenden Sie kein grünes Öl oder Jod.
Wie können Sie sich vor Zecken schützen?
Tragen Sie helle Kleidung mit langen Ärmeln.
Behandeln Sie Kleidung und Haut mit einem Zeckenschutzmittel.
Untersuchen Sie sich und Ihre Familie nach einem Spaziergang gründlich.
Lassen Sie sich in Gebieten mit hohem Enzephalitis-Risiko impfen.
🐾 Wie Sie Ihr Haustier vor Zecken schützen
1. Behandeln Sie Ihr Haustier mit einem Zeckenschutzmittel:
tropfen auf den Widerrist (alle 3-4 Wochen),
halsbänder (bis zu 8 Monaten),
sprays (vor einem Spaziergang),
tabletten (wie von einem Tierarzt empfohlen).
2.Untersuchen Sie das Tier nach Spaziergängen: Kontrollieren Sie besonders sorgfältig:
ohren, Hals,
bauch, Achselhöhlen,
zwischen den Zehen.
3. Vermeiden Sie hohes Gras. Führen Sie Ihren Hund beim Spaziergang an der Leine.
4. Piroplasmose-Impfung (für Hunde) - sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, wenn Sie in einem Risikogebiet leben.
5. Wenn eine Zecke gefunden wird:
wenden Sie sich an eine Klinik;
beobachten Sie das Verhalten des Tieres - Lethargie, Fieber, Fressverweigerung - signalisieren einen dringenden Besuch beim Tierarzt.