Ein altes angelsächsisches "Machtzentrum" wurde in der Nähe einer Burg in Yorkshire gefunden
das "dunkle Zeitalter" wird immer deutlicher
Archäologen, die am Skipsea Castle in East Yorkshire arbeiten, haben eine Reihe seltener Funde bekannt gegeben, die die Wahrnehmung des Lebens in England am Vorabend der normannischen Eroberung verändern. Die Ausgrabungen werden von einem Team der University of York geleitet: In der Nähe der späteren normannischen Burg haben die Forscher Beweise für hochrangige angelsächsische Wohn- und Wirtschaftsaktivitäten gefunden.
Was sie gefunden haben
Nach Angaben von Projektteilnehmern und Veröffentlichungen über die Ausgrabungen wurden an der Stätte mehrere Objekte gefunden, die als seltene Markierungen für einen "elitären" Ort im England dieser Zeit gelten:
- Die Great Timber Hall - die nach Schätzungen der Universität York wahrscheinlich älter als die Burg ist und möglicherweise für Empfänge, Feste und Versammlungen genutzt wurde, mit einem ausgedehnten Wassergraben, der um sie herum angelegt wurde.
- Ein Gebäude, das als Mälzerei/Mälzerei gedeutet wird - es wurde mit der Herstellung von Malz für Bier in Verbindung gebracht; in den Fundberichten werden Hinweise auf einen Brennofen/Trocknungsbereich und Erdmerkmale erwähnt.
- Eine quadratische, mit Holz und Mörtel vergrabene Struktur, die als Sockel/Keller" eines Holzturms interpretiert wird (seine mögliche Funktion reicht in der Diskussion von Wachturm bis Glocken- oder Kirchturm).
Zusammengenommen deutet dies auf ein 'herrschaftliches Zentrum' hin - ein Ort, an dem sich Macht, Ressourcen und öffentliches Leben in der späten angelsächsischen Zeit konzentrierten.
Warum Skipsea wichtig ist
Der Ort selbst hat Forscher schon lange fasziniert. Die Universität von York hat bereits gezeigt, dass der riesige Hügel, auf dem Skipsea steht, lange Zeit für eine normannische Motte gehalten wurde, aber Datierungen deuten auf einen viel früheren Ursprung hin. English Heritage schreibt auch, dass der Hügel als eisenzeitliches Monument anerkannt ist und auf etwa 2.500 Jahre zurückgeht; das Hillfort misst etwa 85 m im Durchmesser und ist 13 m hoch.
Ein zusätzlicher historischer Kontext sind Besitztümer: Archäologen betonen, dass das Gebiet später mit der Ära des letzten angelsächsischen Königs von England, Harold Godwinson, in Verbindung gebracht wurde (obwohl es keine direkten Beweise für seinen Aufenthalt speziell in Skipsea gibt).