NASA nennt mögliches Startfenster für bemannte Artemis II-Mission

NASA/Joel Kowsky

Artemis II nähert sich der Ziellinie.

Die NASA ist dem ersten bemannten Flug des Artemis-Programms näher gekommen: Die Agentur plant, die superschwere Space Launch System (SLS)-Rakete mit dem Orion-Raumschiff frühestens am Samstag, den 17. Januar, zur Startrampe 39B im Kennedy Space Center (Florida) zu rollen. Der Konvoi auf einem Raupentransporter muss langsam etwa 4 Meilen (etwa 6,4 Kilometer) vom Vehicle Assembly Building zur Startrampe zurücklegen - ein Vorgang, der normalerweise etwa 12 Stunden dauert.

Vor Ort müssen die Teams die Bodenstrom-, Kühl- und Treibstoffleitungen anschließen und eine Reihe von Kontrollen durchführen. Dann folgt die geplante "nasse Generalprobe" (wet dress rehearsal): Die Rakete wird vollständig mit kryogenen Komponenten betankt und übt den Countdown, ohne die Triebwerke zu starten. Im Anschluss an den Test wird die NASA eine abschließende Überprüfung der Bereitschaft durchführen und einen konkreten Starttermin auswählen können.

Welche Termine werden für den Start in Betracht gezogen

Die NASA hat das erste Startfenster auf den 6. Februar festgelegt (mit weiteren Gelegenheiten am 7., 8., 10. und 11. Februar). Danach folgen die Zeitfenster vom 6. bis 11. März und vom 1. bis 6. April (einschließlich 1., 3., 4., 5. und 6. April). Die Agentur weist jedoch darauf hin, dass sich der Zeitplan aus technischen oder wetterbedingten Gründen verschieben kann.

Einschränkungen bei den Terminen ergeben sich nicht nur durch das Wetter in Florida und die Betankungslogistik, sondern auch durch den Energiebedarf von Orion: Einige Optionen sind ausgeschlossen, wenn die Flugbahn dazu führen würde, dass das Raumschiff längere Zeit im Mondschatten verbleibt, was die Effizienz der Sonnenkollektoren verringert.

Was ist Artemis II und wer wird es fliegen?

Artemis II ist der erste bemannte Flug von Orion im Rahmen des Artemis-Programms: Die Besatzung wird eine etwa 10-tägige Mission fliegen, bei der sie den Mond ohne Landung umkreist. Zur Besatzung gehören der Kommandant Reid Wiseman, der Pilot Victor Glover, die Missionsspezialistin Christina Koch und der Astronaut Jeremy Hansen von der kanadischen Weltraumbehörde.
Die NASA bestätigt auch, dass die Besatzung ihren Orion Integrity genannt hat.

Warum die Vorbereitungen "risikoscheu" sind

Die Ingenieure haben sich in den letzten Wochen mit einer Reihe von Beobachtungen befasst, darunter der Austausch eines Kabels im Zusammenhang mit dem Notabbruchsystem, Arbeiten an einem Ventil im Lukensystem der Orion und die Reparatur von Lecks in der bodengestützten Atemsauerstoffversorgung der Besatzung. Die NASA merkt an: Der Start oder weitere Meilensteine können bei Bedarf verschoben werden.