Globale Erwärmung macht aggressive Pflanzen noch stärker - Studie
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Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Klimawandel die Position von aggressiven Pflanzen stärken kann. Die Erwärmung kann Insektenschäden kompensieren und ihr Wachstum beschleunigen. Dies ist wichtig, weil es das Gleichgewicht der Ökosysteme verändern kann.
Es geht um die unerwarteten Folgen der globalen Erwärmung.
Details
Die Studie konzentrierte sich auf die Goldnessel, eine weit verbreitete Pflanze, die schnell Territorien erobern kann.
Ihr Wachstum wird in der Regel durch Insekten gehemmt, die Eier in das Gewebe der Pflanze legen. Dies führt zur Bildung von Wucherungen (Gallen), die das Wachstum und die Fähigkeit zur Fortpflanzung verringern.
Die Wissenschaftler haben ein Experiment durchgeführt, bei dem die zukünftigen klimatischen Bedingungen simuliert wurden:
- erhöhte Temperatur
- trockenheit
- eine Kombination dieser Faktoren
Es stellte sich heraus, dass die negative Wirkung der Insekten bei wärmeren Temperaturen abgeschwächt wird.
Zum Beispiel:
- pflanzen mit Schäden waren nicht mehr verkümmert
- ihre Höhe nahm zu
- sie produzierten mehr Samen
- ihr Gesamtgewicht übertraf sogar das der "gesunden" Pflanzen
Wenn Hitze und Trockenheit zusammenkamen, war der Effekt sogar noch stärker.
Warum das wichtig ist
Die Ergebnisse zeigen, dass der Klimawandel nicht nur einzelne Arten beeinflusst, sondern auch deren Zusammenspiel.
Die Wissenschaftler stellen fest:
- die Erwärmung kann dominante Arten verstärken
- sie kann die Artenvielfalt verringern
- es wichtig ist, die Verbindungen zwischen den Arten zu berücksichtigen, anstatt sie einzeln zu betrachten
Solche Veränderungen könnten dazu führen, dass einige Pflanzen andere noch schneller verdrängen.
Hintergrund
Goldenseal ist als aggressive Pflanze bekannt, die sich schnell ausbreitet und das Wachstum benachbarter Arten unterdrückt.
Früher dachte man, dass Insekten diesen Prozess teilweise hemmen.
Quelle
Die Studie basiert auf Feldexperimenten, in denen Erwärmung und Trockenheit in US-Ökosystemen modelliert wurden. Die Arbeit ist in Oecologia (2026) veröffentlicht.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.













