Borreliose: Symptome, Behandlung und wie Sie sich vor Zecken schützen können

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Was Sie über Borreliose wissen müssen: von den ersten Anzeichen bis zur Prävention
23:00, 23.09.2025

Die Borreliose ist die häufigste durch Zeckenbisse übertragene Infektion.



Es wird geschätzt, dass in der EU jedes Jahr mehr als 100.000 Fälle von Borreliose gemeldet werden, aber die offiziellen Statistiken der Europäischen Agentur für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten(ECDC) sind möglicherweise niedriger als die tatsächlichen Zahlen, da es in einigen Ländern an Bewusstsein und Diagnose mangelt.

Trotz des wachsenden Bewusstseins wird die Krankheit immer noch häufig übersehen oder zu spät diagnostiziert, was zu schweren Folgen führen kann.

Was ist Borreliose?

Der Erreger der Infektion ist das Bakterium Borrelia burgdorferi, das von infizierten Zecken übertragen wird. Zecken sind in der warmen Jahreszeit am aktivsten, insbesondere in Gebieten mit hohem Gras und in Wäldern.

Die Übertragung erfolgt durch den Speichel der Zecke bei einem Biss. Außerdem ist eine Infektion auch dann möglich, wenn der Biss nur von kurzer Dauer ist - weniger als 24 Stunden. Daher wird das Risiko einer Infektion durch das sofortige Entfernen der Zecke erheblich reduziert.

Symptome: vom Ausschlag bis zur Neurologie

Die Anzeichen der Krankheit können einige Tage, Wochen oder Monate nach dem Biss auftreten. Die wichtigsten Stadien sind:

  • Frühes Stadium: Ausschlag (einschließlich der klassischen "Zielscheibe"), Fieber, Schwäche, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen.

  • Disseminierte Form: multiple Hautausschläge, Gesichtsnervenlähmung, Kopfschmerzen, Taubheit der Gliedmaßen, Herzanomalien.

  • Spätes Stadium: Gelenkschmerzen und -schwellungen, Gedächtnis-, Hör- und Sehstörungen, Verhaltensstörungen.

Bei 10-20% der Patienten bleiben die Symptome auch nach einer Antibiotikabehandlung bestehen - dies ist das Post-Lyme-Syndrom, zu dem chronische Müdigkeit, 'Kopfnebel' und Körperschmerzen gehören.

Warum ist die Borreliose schwer zu erkennen?

Die Symptome können andere Krankheiten imitieren - Grippe, chronisches Müdigkeitssyndrom, Autoimmunerkrankungen. Standardtests weisen nicht die Infektion selbst nach, sondern Antikörper, die nicht sofort auftreten, was eine frühzeitige Diagnose erschwert.

Darüber hinaus sind Labortests bei späten Formen der Krankheit oft unwirksam. Daher lassen sich Ärzte nicht nur von Analysen leiten, sondern auch von Symptomen und Fakten über einen möglichen Kontakt mit Zecken.

Wie kann man sich vor Borreliose schützen?

Das Wichtigste ist die Vorbeugung von Zeckenbissen.
Hier sind einige grundlegende Empfehlungen:

  • Verwenden Sie Repellents mit DEET, Picaridin oder IR3535.

  • Behandeln Sie Kleidung und Ausrüstung mit Permethrin.

  • Tragen Sie geschlossene Kleidung und Schuhe, stecken Sie die Hosenbeine in die Socken.

  • Meiden Sie hohes Gras und herabgefallene Blätter.

  • Untersuchen Sie Ihren Körper, Ihre Kleidung und Ihre Haustiere nach einem Spaziergang.

  • Wenn Sie eine Zecke finden, entfernen Sie sie so schnell wie möglich mit einer Pinzette.

Sie können die Zecke testen lassen, um festzustellen, ob sie infiziert ist.

Behandlung der Lyme-Borreliose

Im Frühstadium wird die Krankheit mit Antibiotika wie Doxycyclin, Amoxicillin oder Cefuroxim behandelt. Die Behandlung dauert in der Regel 10-14 Tage. In einigen Fällen, insbesondere bei neurologischen oder kardialen Manifestationen, kann jedoch eine intravenöse Behandlung erforderlich sein.

Patienten mit schweren und anhaltenden Symptomen benötigen längere Behandlungen oder eine individuelle Therapie.

Die Zukunft: neue Forschung und Impfstoffe

Wissenschaftler auf der ganzen Welt arbeiten daran:

  • genauere Tests für die Früh- und Spätdiagnose zu schaffen;

  • impfstoffe und neue Präventionsmethoden zu entwickeln;

  • die Ursachen des Post-Lyme-Syndroms zu erforschen, darunter Autoimmunreaktionen und das Vorhandensein von nicht aufgelösten Bakterien.

Die Lyme-Borreliose ist eine ernste, aber vermeidbare Infektion. Eine frühzeitige Diagnose und rechtzeitige Behandlung können Komplikationen vermeiden.

Wenn Sie sich im Freien aufgehalten haben und verdächtige Symptome bemerken, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Elena Rasenko

Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

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