Hai-Angriffe auf 28-Jahres-Tief: Wie hoch ist das Risiko eines Angriffs auf Menschen wirklich?

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2024 war das sicherste Jahr aller Zeiten für Badegäste: Hai-Angriffe fielen auf einen historischen Tiefstand
Credit: Unsplash/CC0 Public Domain
07:00, 21.02.2025

Einem neuen Bericht des International Shark Attack Archive (ISAF) zufolge wurden im Jahr 2024 weltweit nur 47 unprovozierte Hai-Angriffe verzeichnet.



Das ist ein Drittel weniger als ein Jahr zuvor und die niedrigste Zahl seit 28 Jahren. Gleichzeitig endeten vier Fälle tödlich, heißt es in dem Artikel des Naturhistorischen Museums.

Warum die Bedrohung durch Haie nicht so groß ist

Wissenschaftler stellen fest, dass trotz des hartnäckigen Bildes des "blutrünstigen Raubtiers" in Film und Medien die Wahrscheinlichkeit, von einem Hai angegriffen zu werden, verschwindend gering ist. Allein in den USA, wo Angriffe am wahrscheinlichsten sind, liegt das Lebenszeitrisiko, an einer Haibegegnung zu sterben, bei etwa 1 zu 4 Millionen. Insekten (Bienen, Wespen) und sogar Hunde sind eine viel häufigere Todesursache.

Global gesehen sind die Zahlen sogar noch beruhigender: Die Wahrscheinlichkeit, durch einen Hai zu sterben, liegt bei 1 zu 28 Millionen. Von den mehr als 500 Haiarten kommen nur 13 regelmäßig mit Menschen in Kontakt, und die meisten Angriffe gehen auf das Konto von drei "großen" Arten: dem Weißen Hai, dem Bullenhai und dem Tigerhai. Aufgrund ihrer enormen Größe und Neugierde ist es wahrscheinlicher, dass sie mit Menschen in Kontakt kommen, vor allem in Gebieten, in denen das Wasser trüb ist oder wo es viele Köderfische gibt.

Wo und warum kommt es zu Bisswunden?

  • USA: Es gab 28 Angriffe in sechs Staaten, wobei die Hälfte aller Fälle in Florida mit seiner langen Küstenlinie und den warmen Gewässern auftrat.
  • Australien: Es gab neun Bisse, meist in der Nähe beliebter Strände.
  • Andere Regionen: Weitere zehn Länder verzeichneten jeweils einen Angriff.
  • Ursachen: Junge Haie, die noch lernen zu jagen, können "versehentlich" Menschen angreifen. Surfer und Schwimmer wecken oft die Neugier der Haie oder sehen wie leichte Beute aus. Schlammiges Wasser und die Dämmerung erhöhen ebenfalls die Wahrscheinlichkeit eines Kontakts.

Wie können Sie Ihr Risiko verringern?

Die ISAF weist auf einige Regeln hin, die helfen, eine unangenehme Begegnung zu vermeiden:

  1. Schwimmen Sie in Gruppen: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Hai einer Gruppe von Menschen nähert, ist geringer.
  2. Bleiben Sie in Ufernähe: Die Chancen auf Rettung sind höher, wenn Hilfe in der Nähe ist.
  3. Vermeiden Sie das Wasser bei Nacht und in der Dämmerung: Haie sind dann aktiver und die Sicht ist schlechter.
  4. Tragen Sie keinen bunten Schmuck: Kontrastreiche Gegenstände ziehen die Aufmerksamkeit der Raubtiere auf sich.
  5. Versuchen Sie nicht, Haie zu füttern: Das ist eine offensichtliche Möglichkeit, einen Angriff zu provozieren.

Menschliche Bedrohung für Haie

Paradoxerweise sind es die Menschen, die für Verluste verantwortlich gemacht werden, die um ein Vielfaches größer sind als die von Haien verursachten. Einigen Schätzungen zufolge tötet der Mensch jedes Jahr bis zu 80 Millionen Haie (einschließlich des Beifangs, also des Fangs von Fleisch oder Flossen). Große Populationen erleiden besonders starke Rückgänge durch nicht nachhaltige Fischerei und den Einsatz von Grundschleppnetzen, die dem gesamten Ökosystem enormen Schaden zufügen.

Aus Sicht des Artenschutzes sind Haie die wichtigste Schlüsselart in der Meeresumwelt, da sie die Häufigkeit anderer Arten regulieren und das Gleichgewicht der Ökosysteme aufrechterhalten. Um ihre Populationen zu erhalten, brauchen sie:

  • Strenge Fangquoten: Für den Fang bestimmter Haiarten und ein vollständiges Verbot barbarischer Fangmethoden.
  • Reduzierung des Beifangs: Die Fischer sollten den Beifang minimieren, indem sie selektiveres Fanggerät verwenden.
  • Überwachung: Systeme zur Verfolgung der Haiwanderung helfen bei der Anpassung des Fischereimanagements.
Mykola Potyka

Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.

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