Merz sagt, ob es sinnvoll ist, mit Putin zu reden
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Berlin setzt auf Härte und Solidarität, statt mit dem Diktator zu reden.
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat erklärt, dass er in naher Zukunft keine Gespräche mit Kremlchef Wladimir Putin führen wird. Der Grund dafür sind die tragischen Folgen früherer diplomatischer Versuche.
In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung betonte Merz: Jeder Kontakt mit dem Kreml scheint von einer neuen Welle von Angriffen gegen die Ukraine begleitet zu werden.
Als der ungarische Premierminister Viktor Orban nach Moskau reiste, begannen am selben Tag massive Bombenangriffe auf Kiew und ein Krankenhaus. Nach Putins letztem Telefongespräch mit meinem Vorgänger Olaf Scholz beschoss Russland ein Kinderkrankenhaus. "Wenn dies das 'Ergebnis' der Gespräche ist, werde ich mich lange Zeit von ihnen fernhalten", sagte der Kanzler.
Noch im Mai hatte Merz die Möglichkeit eines direkten Dialogs mit Putin nicht ausgeschlossen, da er jeden Schritt im Namen des Friedens für gerechtfertigt hielt. Nach der Eskalation an der Front und den Angriffen auf die zivile Infrastruktur änderte er jedoch seine Position radikal.
Merz äußerte sich auch zu den Veränderungen in der Rhetorik von US-Präsident Donald Trump gegenüber Moskau. Seiner Meinung nach entfernt sich der amerikanische Staatschef allmählich von seiner früheren Toleranz gegenüber dem Kreml:
Ich sehe, dass Präsident Trump immer skeptischer und kritischer wird. Das ist ein Prozess. In Europa gibt es bereits eine einheitliche Sicht auf diesen Krieg. Und Trump nähert sich, so wie ich es sehe, dieser Position an", so die Kanzlerin.
Zuvor hatte Merz bereits erklärt, dass Putin kein Interesse an einem Frieden zeige. Deshalb fordert er schärfere Sanktionen gegen das Aggressorland.
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Journalistin und Redakteurin von Nachrichten- und Analysesendungen.













