Psychologische Toleranz gegenüber Schmerzen steigert das Aktivitätsniveau - Studie

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Die Einstellung ist wichtiger als der Schmerz: Wie die Einstellung Ihnen hilft, aktiv zu bleiben
Unsplash/CC0 Public Domain
22:00, 24.10.2025

Die körperliche Aktivität von Menschen mit chronischen Schmerzen hängt nicht so sehr von den Schmerzen selbst ab, sondern davon, wie die Person mit ihnen umgeht und sie bewältigt.



Zu diesem Schluss kamen Forscher der Universität Portsmouth (Großbritannien), die die Ergebnisse ihrer Arbeit in der Zeitschrift PLOS One veröffentlichten.

Der Schlüsselfaktor, der das Aktivitätsniveau bestimmte, war die Schmerztoleranz - die Fähigkeit, trotz Beschwerden eine positive Einstellung und Funktion aufrechtzuerhalten.

Die Studie wurde von Dr. Nils Niederstrasser von der School of Psychology, Sport and Health Sciences geleitet. Die Wissenschaftler analysierten die Daten von 172 Menschen mit chronischen Schmerzen, um herauszufinden, welche Faktoren das Niveau ihrer körperlichen Aktivität wirklich beeinflussen. Dazu gehörten die Angst vor Bewegung (Kinesiophobie), die Schwäche des Körpers, die Anzahl der Schmerzbereiche, die Dauer und die Intensität der Schmerzen.

Es stellte sich heraus, dass die Schmerztoleranz - und nicht die Angst vor Bewegung oder die Schmerzintensität - der entscheidende Faktor war. Menschen mit einer hohen Resilienz hielten ein höheres Maß an körperlicher Aktivität aufrecht, egal wie stark ihre Schmerzen waren.

"Wir haben festgestellt, dass nicht der Schmerz selbst darüber entscheidet, wie aktiv eine Person ist, sondern vielmehr, wie sie ihn wahrnimmt und damit umgeht", erklärte Dr. Niederstrasser. - "Das deutet darauf hin, dass die psychologische Einstellung zum Schmerz wichtiger ist als seine körperliche Intensität."

Den Forschern zufolge sollte sich der Schwerpunkt der Behandlung chronischer Schmerzen von der Unterdrückung der Symptome auf die Entwicklung psychologischer Widerstandsfähigkeit verlagern. Dies könnte nicht nur die Lebensqualität der Patienten verbessern, sondern auch die mit Bewegungsmangel verbundenen Risiken wie Fettleibigkeit, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern.

"Menschen mit einer höheren Resilienz sind in der Lage, eine positive Einstellung beizubehalten und sich weiter zu bewegen, auch wenn sie Beschwerden haben", fügt Niederstrasser hinzu. - "Dies ist ein wichtiger Schritt von der Konzentration auf negative Aspekte, wie z.B. die Angst vor Schmerzen, hin zum Verständnis der Kraft der psychologischen Resilienz."

Zuvor hatte dasselbe Wissenschaftlerteam gezeigt, dass hohe körperliche Aktivität das Risiko, chronische Schmerzen zu entwickeln, verringern kann. Sie schlugen vor, dass Bewegung, Gewichtskontrolle und die Bekämpfung sozialer Ungleichheiten in Präventionsprogramme aufgenommen werden sollten.

Die Wissenschaftler planen nun weitere Studien, um herauszufinden, ob spezielle Techniken eingesetzt werden können, um die Schmerztoleranz zu verbessern und dadurch das Niveau der körperlichen Aktivität bei Patienten zu erhöhen.

Mykola Potyka

Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.

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