Spuren eines Meteoriten, der das Leben auf der Erde beeinflusst haben könnte, wurden in Schottland gefunden
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Vor etwa einer Milliarde Jahren schlug ein riesiger Meteorit im Nordwesten Schottlands ein.
Es klingt wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film, aber es ist eine wissenschaftliche Tatsache. Und wie Forscher entdeckt haben, geschah dies 200 Millionen Jahre später als bisher angenommen. Das neue Einschlagsalter fällt mit der Entstehung einiger der ältesten mikrobiellen Gemeinschaften auf der Erde zusammen.
Dies geht aus einer Studie hervor, die in der Zeitschrift Geology veröffentlicht wurde.
Das Gesteinsdossier für die Katastrophe
Die Torridon-Felsen in Schottland sind eine wahre Zeitkapsel. Es handelt sich um geschichtetes Gestein, in dem sich vor Milliarden von Jahren Seen und Flüsse befanden, in denen die ältesten Eukaryoten lebten - Mikroorganismen mit einem Zellkern, die Vorfahren aller Tiere und Pflanzen.
Doch das ruhige Leben dieser mikroskopischen Bewohner wurde durch den Fall eines Meteoriten gestört, dessen Spuren in einer Gesteinsschicht namens Stac Fada Member erhalten sind. Darin fanden sie nicht nur Fragmente und geschmolzenes Gestein, sondern auch "Signaturen" des Einschlags: schockveränderte Mineralien, die denen ähneln, die am Ort des Meteoriteneinschlags in Chicxulub (Mexiko) gefunden wurden - demselben, der die Dinosaurier auslöschte.
Warum ist das neue Datum so wichtig?
Mit Hilfe seltener Mineralien wie Reidit und Zirkon konnten die Wissenschaftler die Uhr auf den Zeitpunkt des Einschlags stellen. Diese Minerale funktionieren wie geologische Stoppuhren: Sie bilden sich nur bei hohem Druck und hoher Temperatur und halten den Zeitpunkt der Katastrophe fest. Mit Hilfe der Modellierung wurde festgestellt, dass der Einschlag genau vor 1 Milliarde Jahren stattfand.
Dies fällt mit der Epoche der ersten terrestrischen mikrobiellen Gemeinschaften und mit den stadtbildenden Prozessen in der Region zusammen. Mit anderen Worten: Das Leben in der Antike stand vor mehreren globalen Herausforderungen auf einmal - und überlebte.
Eine Katastrophe, die Hoffnung brachte?
Obwohl ein Meteoriteneinschlag eine Katastrophe ist, könnten die Nachwirkungen eine Rolle in der Evolution gespielt haben. Einschläge dieser Größenordnung zerstören nicht nur, sondern schaffen auch:
Risse und hydrothermale Schlote,
Kraterseen, in denen sich Tone, Phosphor und organische Stoffe anreichern - alles, was das Leben braucht.
Neue Ökosysteme anstelle von alten Ökosystemen.
In Schottland schlug ein Meteorit direkt in eine Umgebung ein, in der bereits mikroskopisch kleines Leben lebte. Und dank erstaunlich gut erhaltener Felsen können wir sehen , wie die Mikroorganismen die Katastrophe überlebten und zurückkehrten.
Ein außerirdisches Erbe
Dieser Fall zeigt, dass Meteoriten nicht nur Dellen in einem Planeten hinterlassen - sie können den Verlauf seiner biologischen Geschichte verändern. Sie haben möglicherweise nicht nur Leben unterbrochen, sondern auch neue Formen der Existenz in Gang gesetzt.
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Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.












