Warum es schwierig ist, ein gutes Foto vom Mond mit Ihrem Handy zu machen
- Startseite
- Wissenschaft
- Raumfahrt
- Warum es schwierig ist, ein gutes Foto vom Mond mit Ihrem Handy zu machen


Sie gehen nachts unter freiem Himmel hinaus, sehen den hellen Mond und beschließen, diesen Moment mit Ihrem Smartphone festzuhalten. Aber statt einer beeindruckenden Aufnahme ist es nur ein weißer Fleck auf einem dunklen Hintergrund.
Warum sind moderne Handys, die großartige Fotos machen können, so schlecht bei der Aufnahme des Mondes? Die Antwort liegt, wie sich herausstellt, in den Besonderheiten sowohl des Motivs als auch der Kameratechnik.
Darüber berichtet Professor Michael J. I. Brown von der Monash University in der Zeitschrift The Conversation.
Der Hauptfehler, so der Wissenschaftler, ist die Annahme, dass wir nachts fotografieren. Auf der Erde ist es Nacht, aber auf dem Mond ist es Tag, denn wir sehen seine sonnenbeschienene Seite. Um den Mond zu fotografieren, braucht man also dieselben Parameter wie für ein Tagesfoto, nicht wie für ein Nachtfoto.
Handys stellen die Belichtung automatisch so ein, dass sie dem Gesamtlicht im Bild entspricht. Wenn die Kamera einen schwarzen Nachthimmel "sieht", erhöht sie die Verschlusszeit, um das Bild heller zu machen. Das hat zur Folge, dass der Mond, der viel heller ist als seine Umgebung, überbelichtet ist und zu einem weißen Fleck wird.
Um dies zu vermeiden, können Sie die Belichtung manuell reduzieren, sofern diese Funktion verfügbar ist. Aber selbst mit den richtigen Einstellungen sind die Fotos des Mondes auf Ihrem Handy selten detailreich. Das liegt an den optischen Einschränkungen.
Das Smartphone ist für Weitwinkelaufnahmen konzipiert - Porträts, Landschaften, Selfies. Der Blickwinkel solcher Kameras kann 90° erreichen, während der sichtbare Durchmesser des Mondes am Himmel nur 0,5° beträgt. Folglich nimmt sein Bild auf dem Kamerasensor nur etwa 25 Pixel ein, was nicht ausreicht, um Details darzustellen.
Das Teleobjektiv hat eine Brennweite von nur wenigen Millimetern und die Pixelgröße des Sensors beträgt ein Tausendstel eines Millimeters. Der Software-Zoom (Digitalzoom) hilft nicht weiter - er "streckt" das Bild nur, fügt aber keine echten Details hinzu.
Es gibt jedoch eine Möglichkeit, qualitativ hochwertige Bilder ohne eine professionelle Kamera zu erhalten. Halten Sie einfach Ihr Smartphone an das Okular des Teleskops und machen Sie ein Foto durch das Okular. Das Teleskop vergrößert die Brennweite von 6 mm auf Hunderte von Millimetern, und das Bild des Mondes kann statt 25 Pixel bereits 1.000-1.200 Pixel aufnehmen - das ist ein ganz anderes Detailniveau.
Heute werden sogar spezielle Halterungen verkauft, mit denen das Telefon am Teleskop befestigt werden kann - mit ihrer Hilfe gelingen Ihnen beeindruckende Aufnahmen.
Das Geheimnis ist also einfach: Es ist nicht die Schuld des Telefons - es ist nur so, dass der Mond zu weit weg und zu hell ist. Für wirklich "Instagram-ähnliche" Mondaufnahmen brauchen Sie also nicht nur Geduld, sondern auch eine gute Optik.
- Zum ersten Mal seit 50 Jahren sind wieder Menschen zum Mond gereist - Artemis II Mission gestartet
- Warum es schwieriger sein kann, im Weltraum ein Baby zu zeugen - Studie
- Zum ersten Mal seit 50 Jahren werden wieder Menschen zum Mond fliegen
- Alle Schlüsselkomponenten des genetischen Codes wurden auf dem Asteroiden gefunden
- Eine antike Waffe aus "Weltraummetall" wurde gefunden
- Leben kann sogar in völliger Dunkelheit existieren - Studie zeigt

Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.













