Wissenschaftler haben einen Weg gefunden, Kosmetika ohne Chemikalien frisch zu halten
- Startseite
- Leben
- Mode
- Wissenschaftler haben einen Weg gefunden, Kosmetika ohne Chemikalien frisch zu halten


Moderne Verbraucher wenden sich zunehmend von synthetischen Konservierungsstoffen in Kosmetika wie Parabenen und Formaldehydspendern ab, da sie diese für potenziell gefährlich halten.
Aber die Sicherheit von Cremes und Emulsionen - vor allem im Zusammenhang mit "reiner" Naturkosmetik - ist immer noch ein Problem: Ohne Konservierungsstoffe verderben die Produkte schnell durch Bakterien und Pilze.
Eine neue Studie , die im Journal of Dermatologic Science and Cosmetic Technology veröffentlicht wurde, bietet eine wirksame und dennoch rein natürliche Alternative.
Ein Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Dr. Maria Trapali (Universität von West-Attika, Griechenland) fand heraus, dass die Kombination von Lavendelhydrolat (wässriger Extrakt) und ätherischem Öl Cremes zuverlässig vor Krankheitserregern schützen kann.
Im Rahmen des Experiments stellten die Wissenschaftler klassische Öl-in-Wasser-Emulsionen her und infizierten sie absichtlich mit gefährlichen Mikroben: E. coli, Pseudomonas aeruginosa, Staphylococcus aureus und Candida albicans. Die Mischungen wurden dann 12 Wochen lang bei 25°C und 40°C gelagert, was die typischen Lagerbedingungen für Kosmetika simuliert.
Die Ergebnisse waren beeindruckend: Selbst die niedrigsten Konzentrationen (0,05% Hydrolat + 0,05% ätherisches Lavendelöl) hielten die Keimzahlen unter 10 KBE/ml (koloniebildende Einheiten) und entsprachen damit den strengen europäischen Pharmakopöe-Normen. Im Vergleich dazu enthielten ungeschützte Cremes ohne Konservierungsmittel bereits nach vier Wochen mehr als 100.000 Bakterien in jedem Milliliter.
Die Studie zeigte auch, dass nur die kombinierte Verwendung von Lavendelhydrolat und ätherischem Lavendelöl die maximale konservierende Wirkung erzielte. Einzeln betrachtet, wirkten beide Komponenten deutlich schwächer, während sie zusammen eine synergistische Wirkung zeigten.
Darüber hinaus schlugen die Autoren eine Expressmethode (basierend auf Gaschromatographie mit Massenspektrometrie) vor, um die Stabilität des Hauptwirkstoffs - Linalool - in verschiedenen Chargen von Lavendelrohstoffen zu kontrollieren.
Die gewonnenen Daten eröffnen neue Möglichkeiten für Hersteller von Naturkosmetik und Körperpflegeprodukten.
Lavendel hat bewiesen, dass er ein vollwertiger Ersatz für synthetische Konservierungsstoffe sein kann und die Wirksamkeit und Sicherheit von Kosmetika auch bei längerer Lagerung und hohen Temperaturen bewahrt.
- Was man bei einer Hitze von +35 °C tragen sollte: Stylisten haben Stoffe genannt, die dabei helfen, hohe Temperaturen besser zu ertragen
- In Mailand wurden Schuhe gezeigt, die komplett aus einem Pilz hergestellt wurden
- Wie sich Könige und Bischöfe kleideten: Wissenschaftler stellen die Kleidung des alten Nubien nach
- Wissenschaftler haben einen Weg gefunden, um geschädigtes Haar mit Pflanzenölen zu reparieren
- Wissenschaftler haben Probleme bei beliebten "Designer"-Hunden gefunden
- Wissenschaftler haben bewiesen: Mode kommt alle 20 Jahre wieder
Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.












