Wissenschaftler haben entdeckt, dass Menschen einen "siebten Sinn" haben

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Wissenschaftler haben entdeckt, dass Menschen einen "siebten Sinn" haben - die Fähigkeit, Objekte zu fühlen, ohne sie zu berühren
Autor: de Fouw. Modifiziert aus de Fouw et al. (2016) Animal Behaviour.
22:00, 10.11.2025

Die Forschung hat gezeigt, dass Menschen in der Lage sind, versteckte Objekte wie Wathosen zu erkennen.



Wissenschaftler der Queen Mary University of London und des University College London haben entdeckt, dass Menschen in der Lage sind, Objekte ohne direkten Kontakt zu ertasten - das heißt, sie verfügen über eine Art "Fernberührung". Dieser Sinn wurde bereits bei einigen Vögeln, wie z.B. Strandläufern, beobachtet.

Bisher dachte man, dass der menschliche Tastsinn nur bei körperlicher Berührung funktioniert. Doch in einer neuen Studie, die auf der IEEE International Conference on Development and Learning (ICDL) vorgestellt wurde, wurden die Teilnehmer gebeten, mit ihren Fingern über Sand zu streichen und einen unter der Oberfläche versteckten Würfel zu finden - bevor sie ihn tatsächlich berührten.

Das Ergebnis war verblüffend: Die Teilnehmer konnten das Objekt tatsächlich im Voraus "ertasten" und reagierten auf subtile Veränderungen des Drucks im Sand - fast so, wie Watvögel und andere Vögel es tun, wenn sie Beute unter einer Sedimentschicht finden.

Die Wissenschaftler modellierten den Prozess und fanden heraus, dass die menschliche Hand mikroskopische Verschiebungen in den Sandkörnern um das versteckte Objekt herum wahrnimmt. Diese Empfindlichkeit erwies sich als nahe an der theoretischen Grenze dessen, was physikalisch möglich ist, um solche Signale wahrzunehmen.

"Wir haben zum ersten Mal gezeigt, dass Menschen in der Lage sind, ein Objekt unter der Oberfläche zu erkennen, ohne es zu berühren", sagt Dr. Elisabetta Versace, Leiterin des Prepared Minds Lab. - Diese Entdeckung verändert die Art und Weise, wie wir über die Wahrnehmungsgrenzen von Lebewesen denken."

Zum Vergleich testeten die Forscher auch einen Roboterarm, der mit taktilen Sensoren ausgestattet war und mit dem LSTM-Algorithmus (Long Short-Term Memory) trainiert wurde. Es stellte sich heraus, dass die Menschen die Maschinen in Bezug auf die Genauigkeit übertrafen: die Teilnehmer bestimmten den Standort des Objekts mit einer Wahrscheinlichkeit von 70,7%, während der Roboter - nur 40%, oft falsche Signale gab.

Dennoch konnte der Roboter Objekte in etwas größerer Entfernung "erfühlen", was den Weg zur Verbesserung der haptischen Technologie eröffnet.

Laut Dr. Lorenzo Giamone vom University College London offenbart die Forschung nicht nur die verborgenen Fähigkeiten des menschlichen Körpers, sondern hilft auch bei der Entwicklung von Robotern der nächsten Generation, die subtile Aufgaben ohne Augenlicht ausführen können - wie die Suche nach Artefakten in der Archäologie, die Erkundung des Marsbodens oder die Arbeit auf dem Meeresgrund.

"Die Art und Weise, wie Menschen und Roboter voneinander gelernt haben, zeigt die Stärke eines interdisziplinären Ansatzes", so Jamone. - Psychologie, Robotik und künstliche Intelligenz zusammen könnten zu Entdeckungen führen, die unser Verständnis von Empfindungsvermögen und maschineller Wahrnehmung verändern werden."

Die Wissenschaftler betonen, dass die Ergebnisse nicht nur das Verständnis des menschlichen Tastsinns erweitern, sondern auch wertvolle Daten für die Entwicklung intelligenter Prothesen und ferngesteuerter haptischer Interaktionssysteme liefern.

Mykola Potyka

Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.

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