Der ehemalige ukrainische Botschafter in Deutschland erzählt, was ihn am ersten Tag des Krieges zum Weinen brachte
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Deutschland ist derzeit einer der Hauptlieferanten von Waffen an die Ukraine.
Der ehemalige ukrainische Botschafter in Deutschland Andriy Melnyk hat zugegeben, dass er am ersten Tag der russischen Invasion geweint hat. Das sagte er in einem Interview mit Paul Ronzheimer, dem stellvertretenden Chefredakteur der deutschen Ausgabe der Bildzeitung.
Melnyk wies darauf hin, dass der deutsche Finanzminister Christian Lindner ihn an diesem Tag zu Tränen gerührt habe.
Dem Diplomaten zufolge hatte er den deutschen Minister am ersten Tag des Krieges um sofortige Lieferungen von Panzerabwehrwaffen gebeten, um russische Militärkolonnen zu stoppen, die auf Kiew zustürmten, sowie von MANPADS, um russische Hubschrauber abzuschießen. Aber Lindner sagte, die Organisation der Lieferungen würde Zeit brauchen, die Kiew nicht habe, denn "die Russen werden die Macht in der Ukraine übernehmen".
Alles in allem war die Stimmung bedeckt und düster. Am Abend wurde dieser Tag, dieser Donnerstag, für mich noch dramatischer und hoffnungsloser. Und da habe ich dann wirklich geweint", sagte Melnyk.
Der Botschafter bemerkte, dass er ähnliche Gespräche mit anderen deutschen Politikern führte. Und deren Reaktion war ungefähr die gleiche.
Dann beschloss ich, "in meiner Verzweiflung" in den öffentlichen Raum zu schreien und in den Medien lautstark auf die mangelnde Bereitschaft Berlins hinzuweisen, Kiew zu unterstützen", erklärte er.
Schon bald kam es in ganz Deutschland zu Tausenden von Kundgebungen, bei denen die Teilnehmer forderten, dass die Behörden der Ukraine dringend helfen sollten.
Wir möchten daran erinnern, dass Andriy Melnyk von 2014 bis 2022 Botschafter der Ukraine in Deutschland war. Danach wurde er zum stellvertretenden Außenminister der Ukraine ernannt und dann als Botschafter nach Brasilien entsandt.
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Über 10 Jahre im Journalismus tätig. Medienanalystin aus Volyn.











