Dänischer Geheimdienst berichtet, dass Russland sich auf einen Krieg mit dem Westen vorbereitet

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Russland bereitet seine Streitkräfte auf eine Konfrontation mit der NATO vor - Geheimdienst
TASS
12:30, 24.05.2025

Ein neues Satellitenbild zeigt russische Zeltsäulen, Basiserweiterungen und die Modernisierung arktischer Flugplätze entlang der Grenze zu Finnland und Norwegen.



Der Kreml baut sein militärisches Potenzial an den nordwestlichen Grenzen des Landes aktiv aus - von der Modernisierung arktischer Stützpunkte bis hin zur Bildung neuer Divisionen, was darauf hindeuten könnte, dass er sich auf eine mögliche Konfrontation mit der NATO nach dem Ende der Kampfhandlungen in der Ukraine vorbereitet. Dies berichtet die britische Zeitung The Telegraph.

Satelliten entdecken Aktivität

Neue Satellitenbilder zeigen den verstärkten Aufbau militärischer Infrastruktur in der Nähe der Grenzen zu Finnland und Norwegen: Zeltkolonnen wurden aufgestellt, Stützpunkte werden ausgebaut und Flugplätze, auch in der Arktis, werden modernisiert.

Laut Generalmajor Sami Nurmi ist dies eine strategische Vorbereitung auf die Rückkehr der russischen Truppen von der ukrainischen Front und ihre mögliche Stationierung in der Nähe der Grenzen der NATO-Länder.

Russland hat auch den Leningrader Militärbezirk neu formiert, der Gebiete vor Finnland, Estland und Lettland umfasst. Ehemalige Brigaden werden in volle Divisionen mit mehr als 10.000 Mann umgewandelt.

Militärische Planung ist nicht neu

Der Sicherheitsexperte Emil Kastehelmi erklärt: Moskaus aktuelle Aktionen sind sowohl eine Fortsetzung alter Pläne als auch eine Reaktion auf den Beitritt Schwedens und Finnlands zur NATO. Ihm zufolge stärkt der Kreml aktiv seine Position in der Arktis, indem er strategische Bomber und Hubschrauber in der Nähe von Murmansk stationiert.

Die Arktis wird ein Schlüsselgebiet für Russlands militärische Präsenz bleiben, betonte Nurmi.

Hybride Angriffe sind bereits im Gange

Finnland hat eine Zunahme der hybriden Bedrohungen durch Russland festgestellt - einschließlich GPS-Störungen, Beschädigung der Infrastruktur und Provokation von Migrationsströmen zur Grenze. Nach dem NATO-Beitritt im Jahr 2023 hat das Land mit dem Bau einer 200 Kilometer langen Mauer begonnen, von der die ersten Abschnitte bereits fertiggestellt sind.

Der ehemalige Kommandeur der finnischen Armee, Jarmo Lindberg, sagte, die Überwachung der russischen Aktivitäten bleibe eine Priorität.

Wir wissen, dass Russland eine Bedrohung sein wird. Wir sind bereit. Schon jetzt", betonte er.

Wann ist eine Eskalation möglich?

Dänischen Geheimdienstschätzungen zufolge könnte Russland bereits in fünf Jahren in der Lage sein, eine neue Bodenkampagne gegen Europa zu starten. Einige Quellen geben einen Zeitrahmen von zwei Jahren an.

Zuvor hatte Sergej Naryschkin, der Direktor des russischen Auslandsgeheimdienstes, eingeräumt, dass im Falle eines Konflikts mit der NATO "die baltischen Staaten und Polen die ersten Leidtragenden sein könnten". Er beschuldigt sie der "Aggressivität".

Standpunkt der USA

US-Präsident Donald Trump äußerte sich unterdessen zu den verstärkten russischen Militäraktivitäten in der Nähe der NATO-Nordgrenzen und sagte, er sehe keinen Grund zur Besorgnis: "Finnland und Norwegen werden vollkommen sicher sein."

Maryna Boryspolets
Schreibе über Politik bei SOCPORTAL.INFO

Journalistin und Redakteurin von Nachrichten- und Analysesendungen.

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