Der Leiter des EU-Militärausschusses erklärte, was Europa im Falle eines russischen Sieges erwartet
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Eine russische Übernahme der Ukraine würde den russischen Einfluss viele Kilometer nach Westen verlagern.
Die Sicherheit der Ukraine ist eng mit der Sicherheit Westeuropas verbunden, weshalb Russland seinen Eroberungskrieg nicht gewinnen darf. Das sagte der ehemalige österreichische Generalstabschef und heutige Vorsitzende des EU-Militärausschusses, General Robert Brieger, in einem Interview mit der Zeitschrift Profil.
"Die Einnahme der Ukraine durch Russland würde den russischen Einfluss viele Kilometer nach Westen verlagern und damit eine potenzielle Bedrohung schaffen, die derjenigen während des Kalten Krieges ähnelt", erklärte er.
Gleichzeitig betonte der Vorsitzende des EU-Militärausschusses, dass die EU-Mitgliedstaaten zur Verteidigung bereit seien und im Falle eines Angriffs auf Europa "die Verpflichtung zur Hilfeleistung sowohl nach dem EU-Vertrag als auch nach Artikel 5 des NATO-Vertrags, d.h. zur kollektiven Verteidigung, gelten wird".
Pragmatisch gesehen wird die NATO wahrscheinlich der Hauptakteur sein, weil sie über ein Kommando- und Kontrollsystem verfügt, das die EU noch nicht oder nicht in gleichem Maße entwickelt hat. In einem solchen Szenario sollte die EU jedoch auch Verteidigungsaufgaben übernehmen, zum Beispiel im Bereich kritischer Infrastrukturen", sagte Brieger.
Der Leiter des EU-Militärausschusses schloss nicht aus, dass die US-Wahl Auswirkungen auf die europäische Verteidigungspolitik haben wird und dass die EU im Falle eines Sieges von Trump ihre militärische Macht stärken und möglicherweise eine eigene, gemeinsame Armee schaffen muss.
Das würde ich für die fernere Zukunft nicht ausschließen", sagte er.
Brieger zeigte sich zuversichtlich, dass die EU in der Lage sein wird, sich im Falle einer Bedrohung zu verteidigen, indem sie die Zahl der sogenannten EU-Battlegroups" erhöht, die die bereits vorhandenen NATO-Truppen verstärken könnten.
Gleichzeitig forderte er den Westen auf, seine Unterstützung für die Ukraine zu verstärken, die sich gegen die russische Aggression wehrt.
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Eugenia Ruban schreibt über politische und wirtschaftliche Nachrichten. Sie betrachtet die großen Phänomene in der ukrainischen Politik und Wirtschaft aus der Perspektive, wie sie sich auf die einfachen Ukrainer auswirken werden.












