Der litauische Präsident könnte als Vermittler zwischen der Ukraine und Polen fungieren
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Der litauische Präsident Gitanas Nausėda erklärte sich bereit, bei Bedarf als Vermittler zwischen der Ukraine und Polen zur Beilegung der Spannungen zu fungieren. Seinen Angaben zufolge versuchen Kiew und Warschau derzeit, den Streit eigenständig beizulegen, doch Litauen sei bereit, sich einzuschalten.
Der litauische Präsident Gitanas Nausėda erklärte, er sei bereit, bei Bedarf als Vermittler bei der Beilegung der Differenzen zwischen der Ukraine und Polen zu fungieren. Dies teilte er in einem Interview mit LNK News mit und merkte an, dass sich die Parteien bislang noch nicht mit einer entsprechenden Bitte an ihn gewandt hätten.
Kiew und Warschau versuchen, den Streit eigenständig beizulegen
Laut Nausėda ziehen es die Ukraine und Polen derzeit vor, strittige Fragen direkt und ohne Beteiligung Dritter zu erörtern. Sollten die beiden Hauptstädte jedoch zu dem Schluss kommen, dass eine Vermittlung erforderlich ist, sei Litauen bereit, sich in den Prozess einzubringen. Der Präsident betonte, dass er sich aufgrund seiner „guten Beziehungen zu beiden Seiten“ als geeigneten Kandidaten für eine solche Rolle betrachte.
Historische Streitfragen bleiben ein heikles Thema
Eine der Hauptursachen für Spannungen zwischen Kiew und Warschau sind nach wie vor die unterschiedlichen Einschätzungen der Rolle der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) und der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN). In der Ukraine gelten sie als Kämpfer für die Unabhängigkeit, während man ihnen in Polen Verbrechen gegen die polnische Bevölkerung vorwirft.
Nauseda merkte an, dass die Ukraine an der Aufrechterhaltung konstruktiver Beziehungen zu Polen interessiert sei, auch vor dem Hintergrund der europäischen Integration, bei der die Unterstützung aller EU-Länder ein wichtiger Faktor sei.
Mögliche Gespräche am Rande des Gipfeltreffens
Der litauische Präsident teilte mit, dass er in den kommenden Tagen Gelegenheit haben werde, die Situation informell mit der polnischen Seite zu erörtern. Er plant, gemeinsam mit anderen Staats- und Regierungschefs den Norden Polens zu besuchen, und hofft, die Position von Präsident Karol Nawrocki zu erfahren.
„Ich werde verstehen können, wie es zu diesem Konflikt gekommen ist und was getan werden kann, um die Lage zu normalisieren“, erklärte er.
Der politische Hintergrund des Konflikts
Die Spannungen zwischen Kiew und Warschau haben sich nach der Entscheidung des polnischen Präsidenten Nawrocki, Wolodymyr Selenskyj den Orden des Weißen Adlers abzuerkennen, verschärft. Als Reaktion darauf hat die ukrainische Seite die Auszeichnung zurückgegeben.
Die Auseinandersetzung um das historische Gedächtnis und politische Entscheidungen hat sich bereits auch auf die Innenpolitik Polens ausgewirkt, wo die Zustimmungsrate für den Präsidenten laut Umfragen 54,8 % erreicht hat.
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Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.













