Deutsche Behörden sagen, dass hybride Angriffe durch Russland stark zugenommen haben
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In der ersten Hälfte des Jahres 2025 ist die Zahl der Spionage- und Sabotagefälle in Deutschland im Zusammenhang mit den Aktivitäten russischer Geheimdienste dramatisch gestiegen.
Martina Rosenberg, Präsidentin des Militärischen Abschirmdienstes (MAD), sagte dies in einem Interview mit der Agentur DPA, berichtet Politico.
"Wir sprechen von einer dramatischen Zunahme der Spionage und hybriden Operationen. Das Vorgehen ist massiver und aggressiver geworden", betonte Rosenberg.
Nach Angaben der DPA hat sich die Zahl der Vorfälle, bei denen eine russische Beteiligung vermutet wird, im Vergleich zum gleichen Zeitraum des letzten Jahres verdoppelt. Besonders besorgniserregend für die Behörden ist, dass das Ausmaß und die Zielgenauigkeit der Angriffe deutlich zugenommen haben.
Martina Rosenberg erinnerte daran, dass Deutschland weiterhin ein vorrangiges Ziel für ausländische Geheimdienste ist:
"Das ist nicht überraschend: Deutschland ist das wichtigste Logistikzentrum für NATO-Truppenbewegungen und ein aktiver Partner der Allianz. Es ist daher immer auf dem Radar ausländischer Geheimdienste."
Nach veröffentlichten Informationen sind deutsche Marineeinrichtungen in letzter Zeit Ziel von Sabotageakten geworden. Auf den Schiffen wurden Fälle von beschädigten Kabeln, ölverschmutzten Wasserversorgungssystemen und sogar Metallsplittern in Elementen des Antriebssystems registriert.
Diese Ereignisse finden vor dem Hintergrund einer allgemeinen Zunahme der Aktivitäten russischer Geheimdienste in Europa statt. Die deutschen Behörden erinnern daran, dass Moskau bereits vor dem vollständigen Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar 2022 verdeckte Operationen in dem Land durchgeführt hat. So wies das deutsche Gericht 2021 zwei russische Diplomaten nach der Ermordung eines georgischen Staatsbürgers in Berlin aus, deren Auftrag, wie die Ermittlungen ergaben, von den russischen Sicherheitsdiensten erteilt wurde.
Die Geheimdienste achten besonders darauf, wie genau Russland Einflussagenten findet. Laut Rosenberg findet die Anwerbung zunehmend über das Internet statt. Gleichzeitig sind sich die angeworbenen Personen oft nicht im Klaren darüber, worauf sie sich einlassen, und verstehen möglicherweise nicht, worauf sie sich einlassen.
Ein typisches Beispiel ist der Vorfall in Litauen im März 2024. Nach Angaben der Ermittler hat ein ukrainischer Teenager, der online rekrutiert wurde, eine Explosion in einem Ikea-Geschäft in Vilnius ausgelöst. Experten betonen, dass dies ein Glied in einer größeren Kette von subversiven Aktivitäten ist, die auf dem Gebiet der EU durchgeführt werden.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.










