Deutschland sagt, wann es für einen neuen Krieg bereit sein soll
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Berlin beschleunigt die Aufrüstung der Armee: Deutschland bereitet sich auf eine mögliche militärische Bedrohung durch Russland vor.
Deutschland verstärkt die Anstrengungen zur Modernisierung seiner Armee, um bis 2029 auf eine mögliche Aggression Russlands vorbereitet zu sein. Das sagte Annette Lenigk-Emden, Leiterin des Bundesamts für Rüstungsbeschaffung der Bundeswehr, in einem Interview mit dem Tagesspiegel.
Ihr zufolge gehen die deutschen Militärstrategen davon aus, dass Russland im Jahr 2029 entweder eine Offensive gegen Europa starten oder einen Bereitschaftsgrad erreichen könnte, der die Realisierung einer solchen Bedrohung ermöglicht. In diesem Zusammenhang plant Berlin, die Wiederbewaffnung der Bundeswehr bereits bis 2028 abzuschließen, damit die Armee Zeit hat, sich anzupassen und auf den Einsatz neuer Ausrüstung vorzubereiten.
Tatsächlich haben wir nicht vier Jahre Zeit, sondern nur drei", betonte Lenigk-Emden. - Bis Ende 2028 muss alles Notwendige angeschafft sein, denn die Soldaten müssen die neue Ausrüstung beherrschen. Wir haben den Willen, wir haben das Ziel, und unser Motto lautet jetzt: "Wir werden es beschaffen"," sagte sie.
Sie fügte hinzu, dass das Ministerium die internen Prozesse reformiert, um die Entscheidungsfindung zu beschleunigen und die jahrelange bürokratische Trägheit bei der Beschaffung von Verteidigungsgütern zu überwinden.
Die Vorbereitungen für ein mögliches militärisches Szenario finden vor dem Hintergrund einer erhöhten Aufmerksamkeit für die Sicherheit Europas und der Forderung nach einer Stärkung der Verteidigungskapazitäten der EU-Länder in einem instabilen internationalen Umfeld statt.
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Journalistin und Redakteurin von Nachrichten- und Analysesendungen.












