In den Bergen Chinas fanden sie eine Pflanze, die noch nie jemand gesehen hatte
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Wissenschaftler des Botanischen Gartens Wuhan der Chinesischen Akademie der Wissenschaften haben eine neue Pflanzenart aus der Familie der Crassulaceae entdeckt und beschrieben, Sinocrassula cuonaensis.
Die neuartige Flora wurde im Kreis Tsuon in der Autonomen Region Tibet gefunden. Die Details der Studie sind in der Fachzeitschrift PhytoKeys veröffentlicht.
Die erste Begegnung mit einer ungewöhnlichen Sukkulente fand im August 2023 bei Feldarbeiten statt. Die Pflanze zog sofort die Aufmerksamkeit der Experten auf fleischige, fast zylindrische Wurzelblätter. Eine erneute Expedition im Oktober 2024 bestätigte die Existenz einer weiteren Population in der gleichen Region. Herbariumsexemplare und lebende Pflanzen wurden gesammelt und werden nun in Gewächshäusern für weitere Beobachtungen gezüchtet.
Um sich der Einzigartigkeit des Fundes sicher zu sein, führte das Team morphologische und molekularphylogenetische Analysen durch, verglich die Pflanze mit bekannten Arten und überprüfte die wissenschaftliche Literatur. Die Ergebnisse bestätigten, dass die Art, die sie vor sich hatten, neu für die Wissenschaft war.
Der Name Sinocrassula cuonaensis spiegelt die geografische Herkunft der Pflanze wider - sie wurde im Bezirk Cuona gefunden. Morphologisch unterscheidet sich die neue Art von drei verwandten Vertretern der Gattung: S. indica var. viridiflava, S. densirosulata und S. jiaozishanensis. Sie zeichnet sich durch die folgenden Merkmale aus:
rosettenförmige Pflanze,
dicke, fast zylindrische Wurzelblätter,
grünlich-weiße Blüten und
fast rechteckige Nektarschuppen.
Außerdem stellten die Forscher fest, dass Sinocrassula cuonaensis an felsigen Hängen in tiefen Tälern wächst, was auf ihre Anpassung an die rauen Bedingungen in den Bergen hinweisen könnte.
Die Entdeckung der neuen Art bereichert nicht nur die Flora der Autonomen Region Tibet, sondern eröffnet auch neue Perspektiven für die Untersuchung der Biogeographie der Gattung Sinocrassula, betonen die Autoren der Studie.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.













