Vorübergehender Schutz für Ukrainer im Ausland wird bis zum Ende des Krieges verlängert
- Startseite
- Politik
- Flüchtlinge. Wie überleben wir?
- Vorübergehender Schutz für Ukrainer im Ausland wird bis zum Ende des Krieges verlängert


EU diskutiert Verlängerung des vorübergehenden Schutzes für Ukrainer: Tschernyschow bestätigt die Position der Ukraine
Der stellvertretende Premierminister der Ukraine und Leiter des Ministeriums für nationale Einheit, Oleksiy Chernyshov, hat gesagt, dass der Status des vorübergehenden Schutzes für Ukrainer im Ausland bis zum Ende des Krieges verlängert werden sollte. Er sagte dies während einer Rede auf dem Forum "Die ukrainische Weltgemeinschaft in einer Zeit der Herausforderungen - Diaspora für die Ukraine".
Nach Angaben des Ministers ist bereits nächste Woche ein Treffen auf höchster Ebene geplant, bei dem dieses Thema offiziell diskutiert werden soll.
"Der vorübergehende Schutz sollte bis zum Ende des Krieges gelten", betonte Tschernyschow.
Unterdessen bereitet die Europäische Kommission eine neue Initiative über die Zukunft der Richtlinie über den vorübergehenden Schutz vor, die im März 2022 als Notfallmechanismus für ukrainische Flüchtlinge eingeführt wurde. Es wird erwartet, dass der offizielle Entwurf Anfang Juni vorgelegt wird.
Wie die Zeitung Euractiv berichtet, erwägt Brüssel ernsthaft die Möglichkeit, die Regelung um ein weiteres Jahr zu verlängern. Allerdings wird auch ein komplizierteres Szenario erörtert - ein schrittweises Auslaufen des Programms, das zu Rechtsstreitigkeiten führen könnte. Konkrete Vorschläge sollen auf der Tagung des EU-Rates für Inneres am 12. und 13. Juni diskutiert werden.
Rechtliches Dilemma
Die Richtlinie sah ursprünglich die Verlängerung des vorübergehenden Schutzes nur zweimal vor - bis März 2025. Die Europäische Kommission hat jedoch bereits von einer flexiblen Auslegung der Regeln Gebrauch gemacht und sie bis März 2026 verlängert. Dies hat bei Rechtsexperten Besorgnis ausgelöst.
"Wir bewegen uns bereits auf dünnem Eis", sagte Martin Wagner vom International Centre for Migration Policy Development. Er erinnerte daran, dass eine einfache Lesart des Gesetzes den Schutz auf drei Jahre begrenzt.
Obwohl die meisten EU-Länder eine Verlängerung unterstützen, sind die rechtlichen Möglichkeiten dafür nach Ansicht von Experten begrenzt.
Mögliche Szenarien
Zu den Vorschlägen, die in der EU diskutiert werden:
einschränkung des Kreises der Schutzempfänger (z.B. Ausschluss derjenigen, die bereits in die Ukraine zurückgekehrt sind und später wiederkommen);
schaffung eines neuen Mechanismus, wie z.B. eine "Rückholgenehmigung" für bis zu 10 Jahre;
und schließlich, die unerwünschteste Option, die Situation unverändert zu lassen, was die Asylsysteme überfordern könnte.
"Selbst wenn 25-50 Prozent der derzeitigen Empfänger bleiben, wäre die Belastung für die EU-Länder enorm", warnt Wagner.
Wie geht es weiter?
Die Europäische Kommission geht davon aus, dass die schrittweise Rückkehr der ukrainischen Flüchtlinge bereits 2025 beginnen könnte. Das Ende des Krieges ist jedoch noch nicht in Sicht.
Auch die USA erwägen Maßnahmen zur Rückführung von Flüchtlingen aus Konfliktgebieten. Insbesondere plante die Trump-Regierung, 250 Millionen Dollar für die Rückkehr von bis zu 700.000 Ukrainern und Haitianern auf US-Territorium bereitzustellen.
Die ukrainischen Flüchtlinge können auch auf humanitäre Hilfe zählen. Der Norwegische Flüchtlingsrat ist beispielsweise bereit, bis zu 54.000 Griwna pro Familie bereitzustellen.
Wie Socialportal schreibt, leben derzeit mehr als 6 Millionen Ukrainer in europäischen Ländern. Die meisten haben es geschafft, einen legalen Status, eine Grundversorgung, Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung und zum Arbeitsmarkt zu erhalten. Das Leben in einem fremden Land ist jedoch mit vielen Herausforderungen verbunden, und ein großer Teil der Menschen lebt immer noch "zwischen zwei Welten". Was kann der Staat tun, um seine Bürger zurückzuholen und wie helfen sie dem Land, die Teil der ukrainischen Diaspora im Ausland geworden sind. Lesen Sie die Antworten auf diese und andere Fragen in der exklusiven Mater auf Socialportal.
Abonnieren Sie unseren Youtube-Kanal, um keine neuen Videos zu akuten sozialen Themen zu verpassen. Lesen Sie alle Neuigkeiten über Sozialzahlungen in der Ukraine in der Rubrik Soziales auf Socialportal. Im Viber-Kanal "What's up with Social" finden Sie alle notwendigen Informationen über Updates, Reformen und Ereignisse im sozialen Bereich. Treten Sie dem Kanal "What's up there with social" Viber in oder in Telegram bei. Haben Sie eine spezielle Frage? Kontaktieren Sie SocialGRT!
- "Ich arbeite an einer Supermarktkasse, weil ich nicht von Patienten geweckt werden möchte, die nachts anrufen." Wie Ukrainer jetzt in Polen arbeiten
- Neue Regeln für Ukrainer in Deutschland ab Juni: Was sich für Arbeitnehmer und Rentner ändern wird
- Sibiga gibt eine Erklärung zum Beitritt der Ukraine zur EU ab
- Die Zahl der Asylanträge in Deutschland ist stark zurückgegangen
- EU-Gesandter nennt Zeitplan für einen möglichen EU-Beitritt der Ukraine
- Deutschlands neue Regeln für ukrainische Flüchtlinge: Was sich in diesem Frühjahr ändern wird
Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.













