Wie ein Umzug die Kreativität beeinflusst: Daten aus 100 Jahren
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Wenn Sie in einem Bereich arbeiten, in dem Ideen wichtig sind - sei es in der Wissenschaft, der Kunst oder der Technologie - könnte es sich lohnen, über einen Tapetenwechsel nachzudenken.
Eine neue Studie hat ergeben, dass Nobelpreisträger, die häufiger den Arbeitsplatz wechselten oder die Arbeit in verschiedenen Institutionen kombinierten, viel früher mit ihrer bahnbrechenden Forschung begannen als ihre "sesshafteren" Kollegen.
Die Studie wurde von Wirtschaftswissenschaftlern der Ohio State University, der New York University in Abu Dhabi und dem US Bureau of Economic Analysis durchgeführt. Sie analysierten den Werdegang der Nobelpreisträger in den Bereichen Chemie, Medizin und Physik von 1901 bis 2003, wobei sie sich darauf konzentrierten, wann und wo ihre Arbeit, die zu der prestigeträchtigen Auszeichnung führte, begann.
Details: John C. Ham et al, Recombinant Innovation, Novel Ideas, and the Start of Nobel Prize-Winning Work, International Economic Review (2025). DOI: 10.1111/iere.12768
Die Ergebnisse sprechen für sich selbst:
wissenschaftler, die alle zwei Jahre den Arbeitsplatz wechselten, begannen ihre mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Forschung zwei Jahre früher;
diejenigen, die an mehreren Institutionen gleichzeitig arbeiteten, beschleunigten sich um fast 2,6 Jahre.
Wie Professor Bruce Weinberg, einer der Autoren der Studie, erklärt, ermöglichen wechselnde Forschungsumgebungen den Wissenschaftlern die Begegnung mit einer Vielzahl von Ideen, Perspektiven und Methoden.
"Wenn man lange an einem Ort bleibt, erschöpft man schnell seinen sozialen Kreis. Die Gespräche beginnen sich zu wiederholen und man kommt zu einem einzigen, festen Verständnis. Damit eine wirklich neue Idee entstehen kann, müssen Sie sich außerhalb des üblichen Kreises bewegen", stellt er fest.
Es geht nicht nur darum, umzuziehen. Die gleichzeitige Arbeit in mehreren Institutionen - zum Beispiel in einer Universität und einem Forschungszentrum wie dem CERN - hat ebenfalls einen Effekt. Es sind diese Umzüge, die dazu führen, dass Ideen aus verschiedenen wissenschaftlichen "Ökosystemen" zusammenkommen und so die Voraussetzungen für Innovationen schaffen.
Interessanterweise ist die durchschnittliche Zeit, die es braucht, um einen Nobelpreis zu gewinnen, zwischen 1901 und 2003 praktisch unverändert geblieben. Aber diejenigen, die häufiger umzogen, verkürzten diese Zeit erheblich.
Die Autoren stellen außerdem fest, dass dieser Effekt nicht nur für Wissenschaftler gilt.
"Künstler, Schriftsteller, Ingenieure - jeder, der in kreativen Bereichen arbeitet, kann von einem Wechsel der Umgebung profitieren. Manchmal reicht es aus, in ein neues kulturelles oder berufliches Umfeld zu kommen, um die Sichtweise auf vertraute Dinge zu ändern", sagt Weinberg.
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Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.













