Wissenschaftler finden heraus, wie Bildschirme Schlaf und Depression bei Jugendlichen beeinflussen
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Viel Bildschirmzeit - weniger Schlaf und mehr Depressionen.
Neue Erkenntnisse schwedischer Wissenschaftler zeigen: Wenn Teenager zu viel Zeit an ihren Handys und Computern verbringen, verschlechtert sich die Qualität ihres Schlafs - und damit steigt das Risiko einer Depression. Dies gilt insbesondere für Mädchen. Die Studie ist in der Zeitschrift PLOS Global Public Health veröffentlicht.
Lesen Sie mehr: PLOS Global Public Health (2025). DOI: 10.1371/journal.pgph.0004262
Die Studie wurde von Experten des Karolinska Instituts in Schweden durchgeführt. Sie verfolgten 4.810 Schulkinder im Alter von 12 bis 16 Jahren ein Jahr lang. Die Schüler füllten dreimal Fragebögen aus, in denen sie ihr Wohlbefinden, die Menge an Schlaf, Symptome von Depressionen und die Zeit, die sie in ihrer Freizeit vor Bildschirmen verbringen, beurteilten.
Was hat die Studie gezeigt?
Bereits nach drei Monaten führte ein erhöhter Bildschirmkonsum zu einem schlechteren Schlaf. Die Teenager gingen später ins Bett, und ihr Schlaf war von schlechterer Qualität und kürzer. All dies stört die biologischen Rhythmen des Körpers.
Nach einem Jahr wiesen Jungen, die viel Zeit vor dem Bildschirm verbrachten, ein höheres Maß an depressiven Symptomen auf. Bei Mädchen nahmen die Depressionen ebenfalls zu - allerdings nicht direkt, sondern durch die Verschlechterung des Schlafs.
Die Wissenschaftler fanden heraus, dass bei Mädchen fast die Hälfte (38 % bis 57 %) des Zusammenhangs zwischen Bildschirmzeit und Depression auf Schlafstörungen zurückzuführen war. Bei Jungen war dieser Zusammenhang weniger stark ausgeprägt.
Was kann man dagegen tun?
DieForscher erinnern uns daran, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die schwedischen Behörden bereits empfehlen, die Bildschirmzeit von Teenagern auf 2-3 Stunden pro Tag zu begrenzen, um die Schlafqualität zu verbessern.
Wenn Teenager weniger Zeit vor dem Bildschirm verbringen würden, könnten die Depressionsraten unter ihnen, insbesondere bei Mädchen, deutlich sinken, so die Studienautoren.
Die Studie zeigt, dass psychische Probleme bei Teenagern nicht "aus dem Nichts" kommen. Sie sind oft das Ergebnis alltäglicher Gewohnheiten, wie zum Beispiel stundenlanges Telefonieren vor dem Schlafengehen. Es ist wichtig, dies rechtzeitig zu erkennen und Teenagern behutsam dabei zu helfen, gesündere Tagesabläufe zu entwickeln.
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Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.













