Wissenschaftler finden heraus, wie sich die Reststrahlung auf Tschernobyl-Frösche auswirkt
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Forscher der Universität von Oviedo und der Biologischen Station Doñana haben eine einzigartige Studie über die Auswirkungen der Strahlung auf die Frösche von Tschernobyl durchgeführt.
Sie fanden heraus, dass die Strahlung, der diese Amphibien ausgesetzt sind, weder ihre Alterung beschleunigt noch ihre Werte des Stresshormons Corticosteron erhöht.
Fortschritt der Studie
Von 2016 bis 2018 untersuchten die Wissenschaftler östliche Quaquis (Hyla orientalis) in der Sperrzone des Kernkraftwerks Tschernobyl. Sie sammelten mehr als 200 männliche Frösche von 14 verschiedenen Standorten mit unterschiedlichem Grad an radioaktiver Verseuchung, von den am stärksten verseuchten bis hin zu völlig sauberen Standorten.
Jeder Frosch wurde auf akkumulierte Strahlung untersucht, indem Cäsium in den Muskeln und Strontium in den Knochen gemessen wurde. Dies lieferte eine der genauesten Schätzungen der von Wirbeltieren in Tschernobyl aufgenommenen Strahlung.
Wichtigste Ergebnisse
Alter und Alterungsrate: Die Wissenschaftler bestimmten das Alter der Frösche anhand der jährlichen Wachstumslinien in ihren Knochen, ähnlich wie bei der Bestimmung des Alters von Bäumen anhand ihrer Jahresringe. Sie maßen auch die Länge der Telomere, der Endabschnitte der Chromosomen, die sich bei jeder Zellteilung verkürzen. Die Ergebnisse zeigten, dass weder das Alter noch die Geschwindigkeit des Alterns der Frösche durch die Strahlung in ihrem Lebensraum beeinflusst wurde.
Stresshormonspiegel: Die Analyse des Corticosteronspiegels im Blut der Amphibien ergab keine signifikanten Unterschiede zwischen Individuen aus kontaminierten und sauberen Gebieten.
Bedeutung der Studie
Der Zoologieprofessor Herman Orisaola sagte, dass die derzeitigen Strahlungswerte in Tschernobyl nicht ausreichen, um den Fröschen chronischen Schaden zuzufügen. Dies ist eine wichtige Erkenntnis, die dazu beiträgt, die aktuellen Umweltauswirkungen des Unfalls richtig einzuschätzen.
Die Ergebnisse bestärken die Idee, dass die Sperrzone von Tschernobyl zu einer Art Schutzgebiet für die Tierwelt geworden ist, das es zu erhalten gilt. Obwohl seit der Katastrophe fast vier Jahrzehnte vergangen sind und die Strahlungswerte deutlich zurückgegangen sind (weniger als 10% der ursprünglichen Strahlung sind noch vorhanden), ist es wichtig, die Überwachung und Forschung fortzusetzen.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.












