Deutschland verliert EU-Führung bei Asylanträgen
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Staatsangehörige aus Afghanistan, Syrien, der Türkei, dem Irak und Russland sind unter denjenigen, die in Deutschland eine neue Heimat suchen, am zahlreichsten vertreten.
Im ersten Halbjahr 2025 hat Deutschland seinen Status als Spitzenreiter unter den EU-Ländern bei der Zahl der gestellten Asylanträge verloren. Laut Bild gingen in den ersten sechs Monaten des Jahres 61.300 Erstanträge ein, das ist fast halb so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres (121.426).
Dieser starke Rückgang ist auf die härtere Migrationspolitik des Landes zurückzuführen. Deutschland hat zusätzliche Grenzkontrollen eingeführt, das Programm zur Familienzusammenführung ausgesetzt und die beschleunigte Einbürgerung aufgehoben. Außerdem wurde die Liste der so genannten 'sicheren Länder' erweitert, aus denen es sehr viel schwieriger geworden ist, den Flüchtlingsstatus zu erhalten", erklärt die Publikation.
Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt kommentierte die Situation und sagte: "Das sind klare Erfolge bei der Umkehrung der Migration. Wir gehen den Weg konsequent weiter, um die Migration umzukehren."
Einem internen Bericht der Europäischen Kommission zufolge hat Deutschland jetzt die dritthöchste Zahl von Asylanträgen in der EU, hinter Spanien (76.020 Anträge) und Frankreich (75.428 Anträge). Dahinter folgen Italien und Griechenland. Im Gegenzug verzeichnen Ungarn (47 Anträge), die Slowakei (84) und Litauen (152) die niedrigsten Zahlen.
Den größten Anteil unter den Asylbewerbern in Deutschland haben Bürger aus Afghanistan (22 Prozent), Syrien (20 Prozent) und der Türkei (11 Prozent). Ebenfalls unter den ersten fünf sind der Irak und Russland, letzteres mit einem Anteil von 3,1 Prozent.
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Journalistin und Redakteurin von Nachrichten- und Analysesendungen.














