Die NATO modelliert einen russischen Angriff auf die baltischen Staaten
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Nach der Besetzung Lettlands kann Russland weiterhin gleichzeitig aus drei Richtungen angreifen.
Die Nordatlantische Allianz hat modelliert, was passieren würde, wenn Russland die baltischen Staaten angreift. So könnte nach der Prognose der NATO-Generäle Lettland als erstes betroffen sein, das die Russen als Startrampe für einen weiteren Vormarsch nach Westen betrachten werden. Darüber schreibt Bild.
Nach der Besetzung Lettlands wird Russland in der Lage sein, von dem eroberten lettischen Territorium aus gleichzeitig Weißrussland und dessen Enklave an der Ostsee - Kaliningrad - anzugreifen.
Die Simulation, die den Angriff russischer Truppen auf die Ostflanke der NATO im Jahr 2027 beschreibt, wurde vom Centre on New Generation Warfare (Zentrum für Kriegsführung der neuen Generation) entwickelt.
Dem Dokument zufolge müssen die baltischen Staaten die Russen 10 Tage lang allein abwehren. Genau so lange brauchen die NATO-Staaten, um Artikel 5 zu aktivieren, der den NATO-Staaten eine kollektive Verteidigung garantiert. Wenn die Allianz in den Kampf eingreift, wird Deutschland die Verteidigung anführen.
Zuerst wird es Luftunterstützung geben, dann die Marine und dann schwere Bodentruppen", sagte US-General Philip Breedlove.
Nach Ansicht der Generäle werden deutsche Soldaten eine wichtige Rolle bei der Verteidigung des Baltikums spielen. Sie wiesen darauf hin, dass sich derzeit etwa 800 von ihnen auf dem Territorium Litauens befinden, aber in naher Zukunft wird sich ihre Zahl auf 5 Tausend Personen erhöhen. Es wird auch mehr militärische Ausrüstung geben.
Wie von den NATO-Generälen vorhergesagt, werden die deutschen Truppen in den ersten drei Tagen die Verteidigung aufrechterhalten müssen und dann nach Norden vorstoßen, schnell über das litauische Territorium hinausgehen und am siebten Tag der Invasion in die Flanke der Russen eindringen, wo das russische Hauptkontingent aus Lettland vorrücken wird.
Dann, innerhalb von drei Tagen, müssen die deutschen Streitkräfte die überlegenen feindlichen Kräfte besiegen und den Vormarsch nach Norden stoppen", so die NATO-Prognose.




Aus den Dokumenten geht hervor, dass eine solche russische Offensive blutig sein würde.
Am Ende der zehntägigen Kämpfe werden die litauischen Streitkräfte 17 Panzer, 145 gepanzerte Fahrzeuge und 3.650 Soldaten verloren haben. Die russischen Verluste werden viel höher sein: 411 Panzer, 1.019 gepanzerte Fahrzeuge und 11.420 Tote", heißt es in der Prognose.
Gleichzeitig wurde festgestellt, dass Litauen in nur zwei Wochen heftiger Kämpfe "verwüstet und teilweise besetzt" sein wird.
Die NATO wies darauf hin, dass noch Zeit ist, das Szenario zu ändern. Dazu muss der Verteidigungshaushalt des Bündnisses aufgestockt werden. Sie betonten, dass die Bedrohung durch einen Angriff der Russischen Föderation in den nächsten drei Jahren akut sein wird.
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Journalistin und Redakteurin von Nachrichten- und Analysesendungen.













