Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei einem Ehepartner erhöhen das Demenzrisiko beim anderen - neue Studie
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind seit langem als Risikofaktor für Demenz beim Menschen bekannt.
Eine aktuelle Studie hat jedoch gezeigt, dass dieser Zusammenhang auch bei Ehepaaren bestehen kann. Forscher fanden heraus, dass nach einem schweren Herz- oder Gefäßproblem, wie z.B. einem Herzinfarkt oder Schlaganfall, bei einem Ehepartner die Wahrscheinlichkeit einer Demenzerkrankung bei dem anderen Ehepartner deutlich zunimmt.
Die Studie, die in der Fachzeitschrift JAMA Neurology veröffentlicht wurde, ergab, dass Ehepartner, deren Partner ein kardiovaskuläres Ereignis erlitten hatten, ein 1,32-fach höheres Risiko hatten, an Demenz zu erkranken, als diejenigen, deren Partner keine derartigen Probleme hatten.
Für die Studie, die von Spezialisten der University of Michigan zusammen mit Kollegen aus Japan durchgeführt wurde, wurden die Daten von mehr als 90.000 älteren Japanern im Alter von 65 Jahren und älter analysiert. Bei keinem der Teilnehmer war zum Zeitpunkt des Beginns der Beobachtungen eine Demenz diagnostiziert worden. Einige Personen hatten Ehepartner, die ein kardiovaskuläres Ereignis wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten hatten, was der Ausgangspunkt für die Analyse war.
Die Forscher haben mehrere mögliche Gründe für diesen Zusammenhang ermittelt.
Traumatische Ereignisse wie der Herzinfarkt oder Schlaganfall eines Partners sowie der mögliche Tod eines Ehepartners können die kognitiven Funktionen des anderen negativ beeinflussen. Außerdem ist das Familienleben mit einem Patienten mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oft lebensverändernd, wasmit einem erhöhten Stressniveau und einer höheren Belastung der Pflegeperson einhergehen kann, was ebenfalls zur Entwicklung einer Demenz beiträgt.
Trotz der Bedeutung dieser Ergebnisse wiesen die Forscher darauf hin, dass die Patientenstichprobe hinsichtlich des Geschlechts unausgewogen war - es gab weniger als 4 Prozent Frauen in der Studie.
Dies schränkt die Möglichkeit ein, geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Reaktion auf solche Ereignisse vollständig zu berücksichtigen. Die Forscher betonen, dass weitere Studien mit ausgewogeneren Stichproben erforderlich sind, um die Ergebnisse zu verfeinern.
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Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.












