Manche Mäuse quieken nicht nur, sie "singen". Wissenschaftler haben entdeckt, wie
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Manche Mäuse können mehr als nur quieken. Alstons singende Mäuse erzeugen lange, hohe Töne, die einem pfeifenden "Lied" ähneln. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, wie sie das tun: Ein spezieller Luftsack im Kehlkopf, der durch den Luftstrom aufgeblasen wird, spielt eine wichtige Rolle.
Es handelt sich nicht um Gesang im menschlichen Sinne. Es ist eine Art der Kommunikation für Mäuse, aber der Mechanismus hat sich als ungewöhnlich für Säugetiere erwiesen.
Details
Die Alston-Singmaus, oder Scotinomys teguina, ist ein kleines Nagetier, das in den Bergwäldern Mexikos und Mittelamerikas lebt. Diese Mäuse sind dafür bekannt, dass sie keine kurzen Quietschlaute, sondern komplexere Tonfolgen von sich geben.
Die Forscher wollten genau verstehen, wie die Tiere diese Laute erzeugen. Zu diesem Zweck untersuchten sie die Struktur des Kehlkopfes der Mäuse mit Hochgeschwindigkeitskameras, Mikrofonen und dreidimensionalen Rekonstruktionen.
Es stellte sich heraus, dass das Geräusch nicht nur auf die übliche Arbeit des Stimmapparats zurückzuführen ist. Der Luftstrom strömt durch den Kehlkopf und bläst eine spezielle Struktur auf - einen Luftsack, den die Wissenschaftler Ventral Pouch nennen. Seine Arbeit trägt dazu bei, den pfeifenden Ton zu erzeugen.
Darüber hinaus spielt ein Muskel, der die Tonhöhe kontrolliert, eine wichtige Rolle. Wenn sich der ventrale Beutel nicht normal aufblasen konnte oder wenn die Arbeit dieses Muskels gestört war, verloren die Mäuse einen Teil ihres üblichen Klangspektrums.
Einfach ausgedrückt, haben diese Mäuse eine Art "eingebautes Pfeifen" in ihrer Kehle. Es handelt sich zwar nicht um eine wörtliche Pfeife, aber sie funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip: Luft strömt durch eine Struktur im Kehlkopf und erzeugt einen hohen Ton.
Warum das wichtig ist
Die Studie hilft uns, besser zu verstehen, wie Tiere komplexe Formen der Kommunikation entwickeln. Bei den meisten Säugetieren werden Töne durch Vibration der Stimmbänder erzeugt, aber singende Mäuse verwenden einen ungewöhnlicheren Mechanismus.
Die Entdeckung zeigt auch, dass selbst kleine und bekannte Tiere untersuchte Eigenschaften haben können. Mäuse scheinen einfach zu sein, aber ihre Lautkommunikation ist möglicherweise viel komplexer als ein gewöhnliches Quietschen.
Für Biologen sind solche Studien auch deshalb wichtig, weil sie helfen, die verschiedenen Arten der Lauterzeugung bei Tieren zu vergleichen, von Nagetieren über Vögel bis hin zu Menschen.
Hintergrund
Singende Mäuse interessieren Wissenschaftler schon seit langem, weil sich ihre Laute von den normalen Signalen vieler Nagetiere unterscheiden. Sie können lang, hoch und recht komplex strukturiert sein.
Bisher war bekannt, dass diese Mäuse einen vergrößerten Luftsack im Kehlkopfbereich haben, aber seine Rolle blieb unklar. Die neue Arbeit hat gezeigt, dass er nicht nur in der Anatomie vorhanden ist, sondern tatsächlich an der Erzeugung von Tönen beteiligt ist.
Allerdings untersuchen die Wissenschaftler noch genau, wie die Mäuse ihre "Lieder" steuern und welche Rolle diese Signale für ihr Verhalten spielen.
Quelle
Die Studie von Samantha Khouri Smith und Co-Autoren Mechanisms and control of a novel vocalisation: the singing mouse song is a whistle that depends on air sac inflation wurde in Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences im Jahr 2026 veröffentlicht. Die Autoren untersuchten, wie Alstons singende Mäuse ihre pfeifenden Laute erzeugen und zeigten, dass das Aufblasen der Luftsäcke im Kehlkopf eine Schlüsselrolle spielt.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.













