Mysteriöser 50 Millionen Jahre alter Fisch findet moderne Verwandte

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Digitale Malerei von Margaux Boetsch
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bioRxiv (2024). DOI: 10.1101/2024.08.19.608581
07:30, 10.09.2024

Zwei Paläontologen - einer vom Naturhistorischen Museum in Deutschland, der andere von der Universität Turin in Italien - haben neue Beweise dafür gefunden, dass ein uralter Fisch, der seit Hunderten von Jahren rätselhaft ist, zu einer Gruppe von Fischen mit Strahlenflossen, den Teleostei, gehören könnte.



Donald Davesne und Giorgio Carnevale haben auf dem bioRxiv-Server eine Arbeit veröffentlicht, in der sie ihre Analysen von zwei bekannten fossilen Exemplaren dieses Fisches beschreiben.

Das Fossil dieses Fisches wurde erstmals in den 1700er Jahren in Norditalien gefunden. Sein Aussehen war so ungewöhnlich, dass kein Wissenschaftler in der Lage war, ihn zu klassifizieren. Obwohl es offensichtlich war, dass es sich um eine neue Art handelte, war niemand in der Lage, seine Familie zu bestimmen. Der Naturforscher Giovanni Serafino Volta versuchte, die Sache zu klären und ordnete den Fisch der Gattung Pegasus zu, zu der auch die Seemotten gehören.

Im Laufe der Zeit begannen andere Experten an der Richtigkeit dieser Klassifizierung zu zweifeln, da dasAussehen des Fisches überhaupt nicht den Seemotten entsprach. Doch auch nachdem ein zweites Exemplar gefunden wurde, war niemand in der Lage, eine bessere Klassifizierung vorzuschlagen und der Fisch blieb in der Gattung Pegasus.

"Pegasus" volans, MCSNV T.293.
"Pegasus" volans, MCSNV T.293. Paläontologie (2024). DOI: 10.1101/2024.08.19.608581

In ihrer neuen Studie untersuchten die Paläontologen beide Fossilien eingehend in der Hoffnung, den wahren Platz des Fisches im evolutionären Stammbaum des Lebens zu bestimmen. Die Wissenschaftler nutzten ultraviolettes Licht und ein Stereomikroskop, um die Fossilien genauer zu untersuchen. So konnten sie ausschließen, dass der Fisch zur Familie der Löffelstörfische gehörte, wie einige Forscher vermutet hatten.

Das Wissenschaftlerteam stellte auch Ähnlichkeiten zwischen den Fossilien und den Larven von Fischen aus der Gruppe der Teleostei fest. Viele Fische aus dieser Gruppe haben lange Rückenflossen, die denen dieses uralten Fisches ähneln. Ein weiteres Merkmal war das Vorhandensein eines dicken Bauches, was auf einen Hohlraum für die inneren Organe hindeutet, was ebenfalls eine Verbindung zu den Teleostei herstellt.

Die Forscher fanden jedoch keine Hinweise darauf, dass diese Fossilien zu Larven gehörten. Ihre Größe und ihr verknöchertes Skelett deuten vielmehr darauf hin, dass es sich um ausgewachsene Tiere handelt. Dennoch haben die Wissenschaftler spekuliert, dass die Fische einfach Larvenmerkmale bis ins Erwachsenenalter beibehalten haben könnten.

Obwohl die Paläontologen keine genaue Verbindung zwischen diesen Fossilien und anderen Fischarten herstellen konnten, sind sie zuversichtlich, dass diese alten Exemplare eine neue Gattung verdienen. Die Wissenschaftler planen, den neuen Gattungsnamen bekannt zu geben, wenn ihre Arbeit offiziell veröffentlicht ist.

Mykola Potyka

Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.

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