Wie Einsamkeit Herzkrankheiten beschleunigt und das Immunsystem schwächt: eine wissenschaftliche Erklärung

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Einsamkeit untergräbt das Herz: Wie mangelnde Sozialisation das Krankheitsrisiko erhöht
07:29, 09.01.2025

Forscher der University of Cambridge (Großbritannien) und der Fudan University (China) haben herausgefunden, dass Einsamkeit und mangelnde Kommunikation in direktem Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und einer verminderten Immunabwehr stehen.



Die Forscher analysierten Blutproben von mehr als 42.000 Erwachsenen im Alter von 40-69 Jahren, deren Daten in der UK Biobank gespeichert sind.

Quelle: 'Plasma proteomic signatures of social isolation and loneliness associated with morbidity and mortality', Nature Human Behaviour (2025). DOI: 10.1038/s41562-024-02078-1

Experten haben dem Vorhandensein verschiedener Proteine (Eiweiße) im Blut besondere Aufmerksamkeit geschenkt, die im Körper gebildet werden und an einer Vielzahl von Prozessen beteiligt sind - von der Immunantwort bis zur Regulierung von Entzündungen. Es stellte sich heraus, dass Menschen, die unter sozialer Isolation leiden (seltener Kontakt zu Freunden, Alleinleben, mangelnde Teilnahme an gesellschaftlichen Veranstaltungen) oder sich regelmäßig einsam fühlen, charakteristische Veränderungen in der Menge der Proteine aufweisen. Und diese Veränderungen stehen oft in Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten, Schlaganfall, Typ-2-Diabetes und sogar einer früheren Sterblichkeit.

Die Studie unterscheidet zwischen den Konzepten der "sozialen Isolation" (ein objektives Kriterium, das Fakten berücksichtigt) und der "Einsamkeit" (ein subjektives Gefühl). Die Wissenschaftler fanden heraus, dass beide mit erhöhten Spiegeln von Proteinen, die für Entzündungs- und Immunreaktionen verantwortlich sind, sowie mit Prozessen, die mit Atherosklerose (der so genannten "Verstopfung" der Blutgefäße) und dem Risiko eines vorzeitigen Ablebens verbunden sind, in Verbindung gebracht werden.

Um zu bestätigen, welche spezifischen Veränderungen zu Krankheiten führen können, verwendeten die Forscher die Methode der "Mendelschen Randomisierung". Sie ermöglicht es, herauszufinden, was primär ist - eine Verletzung in der Produktion von Proteinen oder der Zustand der Einsamkeit selbst. So stieg eines der Proteine, ADM, das die Regulierung der "Liebeshormone" und die Stressreaktion stark beeinflusst, als Reaktion auf das Gefühl der Einsamkeit an und könnte sich wiederum negativ auf das Gehirn auswirken (z.B. das Volumen bestimmter Bereiche, die für die emotionale Regulierung verantwortlich sind, verringern).

Soziale Beziehungen erweisen sich als ebenso wichtig wie gute Ernährung und körperliche Aktivität", betonen die Forscher. - Immer mehr Menschen jeden Alters leiden unter Einsamkeit, und es ist unsere Pflicht, Wege zu finden, ihre sozialen Kontakte zu pflegen und zu stärken, um ihre Gesundheit zu schützen.

Maria Grynevych

Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.

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