Wissenschaftler haben ein Nasenspray getestet, das das Gedächtnis verbessert und Entzündungen im Gehirn reduziert

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Nasenspray verbessert Gedächtnis und "verjüngt" Gehirn im Experiment
Texas A&M University Abteilung für Marketing und Kommunikation
20:00, 17.04.2026

Wissenschaftler haben ein Nasenspray entwickelt, das Entzündungen im Gehirn reduzieren und das Gedächtnis verbessern kann. Das ist wichtig, denn solche Prozesse liegen der Alterung des Gehirns und Krankheiten wie Demenz zugrunde.



Bislang wurden nur Ergebnisse in präklinischen Modellen erzielt.

Details

Die Studie wurde von Wissenschaftlern der Texas A&M University durchgeführt. Sie haben ein Spray entwickelt, das sogenannte extrazelluläre Vesikel - mikroskopisch kleine "Behälter" mit Molekülen, die die Genfunktion regulieren - in das Gehirn einbringt.

Das Spray wird durch die Nase injiziert, wodurch die Schutzbarriere des Gehirns umgangen wird und die Substanzen direkt in das Gewebe gelangen.

In diesen Bläschen befinden sich microRNAs - Moleküle, die Entzündungen und Zellfunktionen steuern.

In dem Experiment hat das Medikament

  • die chronischen Entzündungen im Gehirn reduziert
  • verbesserte die Arbeit der Mitochondrien (die Energiezentren der Zellen)
  • stellte die kognitiven Funktionen, einschließlich des Gedächtnisses, wieder her

Die Wirkungen zeigten sich innerhalb von Wochen nach zwei Dosen und hielten über Monate an.

Warum das so wichtig ist

Chronische Entzündungen sind einer der wichtigsten Mechanismen der Gehirnalterung.

Die Studie zeigt, dass:

  • diese Prozesse gehemmt werden können
    möglicherweise teilweise
  • die Gehirnfunktion wiederhergestellt werden kann
  • es einen neuen Weg gibt, Medikamente direkt ins Gehirn zu bringen

Langfristig könnten solche Technologien bei Demenz, Schlaganfall und altersbedingtem Gedächtnisverlust eingesetzt werden.

Hintergrund

Mit zunehmendem Alter kommt es im Gehirn zu Entzündungen, die die neuronale Funktion stören und mit Krankheiten wie Alzheimer in Verbindung gebracht werden.

Bisher galt es als schwierig, diese Prozesse rückgängig zu machen, und die Behandlungsmöglichkeiten waren begrenzt.

Quelle

Die Studie ist im Journal of Extracellular Vesicles (2026) veröffentlicht. Die Arbeit wurde von Wissenschaftlern der Texas A&M University durchgeführt und basiert auf präklinischen Experimenten.

Elena Rasenko

Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

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