Wissenschaftler haben eine seltsame Verbindung zwischen Tätowierungen und Melanomen gefunden
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Studie: Mehrere Tätowierungen sind mit einem geringeren Melanomrisiko verbunden.
Menschen, die sich in mehreren Sitzungen tätowieren ließen, haben ein geringeres Auftreten von Melanomen, so die Schlussfolgerung von Forschern des Huntsman Cancer Institute an der Universität von Utah. Die Autoren betonen jedoch einen wichtigen Vorbehalt: Die Ergebnisse bedeuten nicht, dass Tattoos vor Hautkrebs "schützen", und der Mechanismus des Zusammenhangs ist noch nicht klar.
Was die Studie zeigt
Das Team unter der Leitung der Epidemiologin Jennifer Doherty analysierte Daten von Einwohnern aus Utah und stellte fest, dass Menschen mit zwei oder mehr Tätowierungen ein geringeres Risiko für invasive Melanome und Melanome in situ (bei denen die Tumorzellen in den oberen Hautschichten verbleiben und in der Regel leichter zu entfernen sind) hatten.
Es wurde ein Paradoxon festgestellt: Im Gegensatz dazu gehörten Teilnehmer, die nur eine einzige Tätowierungssitzung hatten, eher zu der Gruppe mit Melanom - insbesondere Melanom in situ. Die Forscher bezeichnen die Gründe für diesen Unterschied als spekulativ und betonen, dass noch mehr Arbeit nötig ist.
"Starke Exposition" und spezifische Zahlen
Bei der Analyse der Ergebnisse wird festgestellt, dass eine "stärkere" Tätowierung mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer Diagnose verbunden ist. Zum Beispiel wird für Personen mit mehr als 4 Tätowierungen eine OR-Schätzung von 0,44 angegeben (d.h. eine geringere Wahrscheinlichkeit für ein Melanom im Vergleich zu Nicht-Tätowierten). Für das In-situ-Melanom bei denjenigen, die 1 Sitzung hatten, wird das entgegengesetzte Muster beschrieben, mit einer OR von 1,85, während bei 4+ Sitzungen wiederum ein Rückgang zu verzeichnen ist (ebenfalls OR 0,44).
Die Autoren diskutieren mehrere mögliche Erklärungen: Menschen mit mehreren Sitzungen achten möglicherweise strenger auf den Sonnenschutz, und das Tätowierverfahren selbst ist theoretisch in der Lage, Immunreaktionen auszulösen. Dies sind jedoch nur Hypothesen - die Studie ist eine Beobachtungsstudie und beweist keine Kausalität.
Warum die Wissenschaftler von dem Ergebnis überrascht waren
Ursprünglich hatte das Team die gegenteilige Hypothese aufgestellt: dass Tätowierungen das Risiko aufgrund potenziell krebserregender Tintenbestandteile (z.B. Metalle und andere chemische Verbindungen), möglicher Pigmentabbauprodukte im Laufe der Zeit und entzündlicher Reaktionen in der Haut erhöhen könnten. Dennoch ergab sich ein gemischtes Bild, das eine erneute Überprüfung mit anderen Proben erfordert.
Wichtige Warnung: "Nicht zu verwechseln mit Schutz"
Die Forscher weisen gesondert darauf hin: Auch wenn das Melanomrisiko in dieser Arbeit statistisch gesehen bei Personen mit mehreren Sitzungen geringer ist, garantiert dies keine ähnlichen Effekte für andere Krebsarten. In den Pressematerialien wird erwähnt, dass andere Projekte das Tätowieren mit einem erhöhten Risiko für einige hämatopoetische/hämatologische Tumore in Verbindung gebracht haben, so dass man die Ergebnisse nicht als "Tätowierungen sind vorteilhaft" interpretieren kann.
Kontext
Tätowierungen sind in den USA ein Massenphänomen: Nach Angaben des Pew Research Center sind etwa 32 % der Erwachsenen tätowiert, und etwa 41 % der unter 30-Jährigen sind tätowiert.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.













