Afrika beginnt sich möglicherweise an einer neuen Stelle aufzusplittern - Wissenschaftler haben die Anzeichen dafür gefunden
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Wissenschaftler haben in Sambia Anzeichen dafür gefunden, dass sich in Afrika ein großer neuer Krustengraben bilden könnte. Analysen von Gasen aus heißen Quellen haben gezeigt: Der Kafue-Graben ist möglicherweise aktiv und tief mit dem Erdmantel verbunden.
In der Zukunft könnte eine solche Verwerfung theoretisch zu einer neuen Grenze der tektonischen Platten werden. Aber wir sprechen hier nicht von einer schnellen Katastrophe: solche Prozesse sind sehr langsam - in der Größenordnung von Millionen von Jahren.
Details
Die Forscher untersuchten heiße Quellen und geothermische Brunnen in Sambia. Sie interessierten sich für die Gase, die mit dem Wasser austreten. Helium erwies sich dabei als besonders wichtig.
Verschiedene Formen von Helium - Isotope - sind in unterschiedlichen Verhältnissen in der Erdkruste und im Erdmantel zu finden. Daher zeigt die Zusammensetzung des Gases, ob es nur aus den oberen Schichten der Erdkruste oder aus viel tieferen Regionen stammt.
In Proben aus der Kafue-Grabenregion fanden die Wissenschaftler ein ungewöhnlich hohes Verhältnis von Heliumisotopen, das dem Signal aus dem Erdmantel ähnelt. Dies könnte bedeuten, dass eine Verwerfung in der Erdkruste tief genug ist, damit tiefe Flüssigkeiten durch sie hindurch an die Oberfläche steigen können.
Solche Anzeichen sind charakteristisch für die frühen Stadien der Kontinentalverschiebung, einem Prozess, bei dem sich die Erdkruste ausdehnt, Risse bekommt und sich allmählich ablösen kann.
Der Kafue-Graben ist Teil einer größeren Grabenzone, die sich über rund 2.500 Kilometer erstreckt - von Tansania bis Namibia. Wissenschaftler glauben, dass dieses System Teil eines größeren Prozesses sein könnte, der die mögliche zukünftige Aufspaltung des südlichen Afrikas beinhaltet.
Warum es wichtig ist
Die Entdeckung ist aus zwei Gründen wichtig. Der erste ist geologischer Natur. Wenn man von der Aufspaltung Afrikas spricht, denkt man normalerweise an den Ostafrikanischen Graben. Dies ist eine bekannte Zone, in der sich der Kontinent seit langem ausdehnt und in der in ferner Zukunft ein neues Ozeanbecken entstehen könnte.
Aber die Daten aus Sambia zeigen, dass aktive Prozesse auch in einem anderen Teil des Kontinents ablaufen können. Wenn sich die Ergebnisse bestätigen, werden die Wissenschaftler ihre Vorstellungen darüber, wo sich Afrika in Zukunft aufspalten könnte, verfeinern müssen.
Der zweite Grund ist praktischer Natur. Aktive Riftzonen werden oft mit geothermischer Energie in Verbindung gebracht. Heiße Quellen und tiefe Fluide können auf Gebiete hinweisen, in denen in Zukunft eine lokale Energieentwicklung möglich ist. Darüber hinaus können solche Systeme mit Helium- und Wasserstoffvorkommen in Verbindung gebracht werden.
Hintergrund
Ein Graben ist eine größere Verwerfung oder Dehnungszone in der Erdkruste. Manchmal bilden sich solche Zonen im Laufe der Zeit zurück. In anderen Fällen jedoch entwickelt sich der Graben weiter, die Kruste wird dünner und schließlich kann sich eine neue tektonische Plattengrenze bilden.
Das ostafrikanische Grabensystem beispielsweise gilt seit langem als eines der wichtigsten Beispiele für aktive Kontinentalverschiebungen. Die Geschwindigkeit solcher Prozesse ist jedoch nach menschlichen Maßstäben sehr langsam.
Daher bedeutet die Entdeckung in Sambia nicht, dass Afrika in naher Zukunft "auseinander fällt". Dies ist ein frühes geologisches Signal, das hilft zu verstehen, welche Prozesse tief unter der Oberfläche ablaufen und wie sich der Kontinent in ferner Zukunft verändern könnte.
Die Autoren der Studie betonen auch, dass die Arbeit auf Analysen von Helium aus einem allgemeinen Bereich eines großen Grabensystems beruht. Daher sind weitere Untersuchungen an anderen Orten erforderlich, um das Ausmaß und die Bedeutung dieses Prozesses zu bestätigen.
Quelle
Die Studie von Rūta Karolytė und Co-Autoren The Southwestern Rift of Africa: isotopic evidence of early-stage continental rifting wird in Frontiers in Earth Science 2026 veröffentlicht. Die Wissenschaftler untersuchten die Isotopenzusammensetzung von Gasen aus geothermischen Quellen in Sambia und kamen zu dem Schluss, dass der Kafue-Graben eine aktive Zone des frühen kontinentalen Riftings sein könnte.
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Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.













