Die Einwohner von Kherson haben ihre Meinung über den Wiederaufbau des Kakhovskaya HPP geändert: was sie stattdessen bauen wollen
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Jeder vierte Einwohner von Cherson ist nach wie vor besorgt über die Folgen der Explosion des Kraftwerks Kakhovskaya, wobei die Besorgnis unter denjenigen, die die Gemeinde verlassen haben, noch größer ist.
Dies belegen die Ergebnisse einer Online-Umfrage, die von der Kherson Community Foundation "Defence" unter den Befragten aus der Gemeinde Kherson durchgeführt wurde.
Nach den Ergebnissen der Umfrage sind die ökologischen Folgen der Katastrophe am alarmierendsten. Die Zerstörung des Ökosystems am unteren Dnjepr wird von 76% der Teilnehmer als am tragischsten angesehen. Unter den direkten negativen Folgen für die Menschen nennen die Bewohner von Cherson am häufigsten die Zerstörung von Datscha-Grundstücken (50%) und psychischen Stress (44%).
43% der Befragten sind überzeugt, dass es mindestens zehn Jahre dauern wird, bis die Folgen der Katastrophe vollständig beseitigt sind. Nur 4% geben an, dass sie die Auswirkungen der Katastrophe nicht mehr spüren.
Die Frage der Wiederherstellung des Kraftwerks hat einen grundlegenden Meinungsumschwung bewirkt. Die Idee einer vollständigen Wiederherstellung des Kraftwerks wurde durch das Konzept des Baus neuer hydraulischer Strukturen ersetzt, die eine großflächige Überflutung verhindern können. Gleichzeitig unterstützt die Mehrheit der Einwohner von Cherson die Idee, den ehemaligen Stausee von Kachowka in ein Naturschutzgebiet zu verwandeln (53%). Diese Initiativen werden oft nicht als Alternative, sondern als Ergänzung wahrgenommen.
Die Hälfte der Befragten hält es für notwendig, den Fonds für Naturschutzgebiete in der Oblast Cherson zu erweitern, insbesondere in den betroffenen oder verminten Gebieten. Gleichzeitig sind 86% der Befragten besorgt über den Zustand des Bodens des ehemaligen Stausees und 80% glauben, dass der Staat nicht ausreichend über die Folgen der Zerstörung des Kraftwerks informiert. Ebenfalls 81% der Befragten sagten, es fehle an Offenheit bei der Diskussion über die Zukunft der befreiten Gebiete.
Die Umfrage wurde zwischen dem 20. und 30. Mai 2025 mit 400 Teilnehmern durchgeführt. Die Fehlermarge beträgt nicht mehr als 5 Prozent.

Journalistin und Redakteurin von Nachrichten- und Analysesendungen.












