In Australien wurde eine neue Art antiker Felskunst gefunden
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In Australien wurde eine neue Art von Felskunst der Aborigines entdeckt.
Wissenschaftler haben in der nordöstlichen Kimberley-Region Australiens eine neue Art von Felskunst entdeckt, die von Aborigines im mittleren bis späten Holozän, vor etwa 7.000 bis 3.000 Jahren, geschaffen wurde.
Lesen Sie mehr: Poppy Z. Grimes et al, Network temperature as a metric of stability in depression symptoms across adolescence, Nature Mental Health (2025). DOI: 10.1038/s44220-025-00415-5
Dieser Stil wurde LNF - Linear Naturalistic Figures - genannt. Die Forschung wurde von Dr. Ana Paula Motta mit der Balanggarra Aboriginal Corporation durchgeführt und in der Zeitschrift Australian Archaeology veröffentlicht.
Bisher war man davon ausgegangen, dass Tierdarstellungen mit einfachen Umrissen zu dem älteren IIAP-Stil (Irregular Infill Animal Period) gehören, der bis zu 17.000 Jahre zurückreicht. Aber die neuen Funde passten nicht in diesen Kanon: Diese Tiere haben einen klaren Umriss, ein Minimum an innerer Zeichnung und sie sind statisch, meist im Profil dargestellt.
Was sind die Unterschiede im neuen Stil?
🔸 Die Tiere (meist Kängurus und Wallabys) werden mit einer dünnen Linie gezeichnet, ohne komplexe Füllungen.
🔸 Ihre Posen sind statisch und nicht dynamisch wie bei früheren Werken.
🔸 Einige Bilder sind sehr geometrisch, andere sind detailliert anatomisch.
🔸 Die Gemälde sind oft über ältere Stile (IIAP, Gwion, Static Polychrome) gelegt, aber unter den Zeichnungen im Wanjin-Stil, die aus einer historischen Epoche stammen.
Was könnte das bedeuten?
Die Forscher glauben, dass dieser Wechsel zu einfacheren Bildern keine Verschlechterung, sondern eine bewusste Entscheidung ist. Laut Motta wurde die Kunst in einer Zeit, in der sich der Meeresspiegel stabilisierte, sich die Steinbearbeitungstechniken änderten und die kulturelle Landkarte Australiens vielfältiger wurde, zu einem Mittel, um sich an die Veränderungen anzupassen.
Die Darstellung von Tieren (insbesondere von Beuteltieren) konnte nicht nur das alltägliche Leben widerspiegeln, sondern auch die zugrunde liegenden Verbindungen zwischen Mensch und Natur. Nach Ansicht der Aborigines hatten Tiere, Pflanzen und Menschen eine gemeinsame spirituelle Quelle, und ihre Abbildungen auf den Felsen dienten als Ausdruck der Identität der Vorfahren, der Verbindung zum Territorium und der rituellen Bedeutung.
Die Quintessenz?
Wir haben eine neue künstlerische Sprache der alten Kulturen vor uns, die in einem entscheidenden Moment ihrer Geschichte entstanden ist. Die Aborigines begannen wieder damit, das zu malen, was ihnen nahe stand: Tiere, mit denen sie sich verwandt fühlten. LNF ist wie das Tagebuch einer Gesellschaft, die sich an der Schwelle zum Wandel befindet.
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Unabhängiger Forscher, der sich für Archäologie und sakrale Geografie interessiert. Er erforscht diese Themen und schreibt über sie.













