Kaffee vs. Alkoholismus: Wie eine Tasse Espresso das Risiko einer Abhängigkeit verringern kann

  1. Startseite
  2. Leben
  3. Rezepte
  4. Kaffee vs. Alkoholismus: Wie eine Tasse Espresso das Risiko einer Abhängigkeit verringern kann
Kaffee vs. Alkohol: Wie Koffein vor Sucht schützt
08:30, 22.11.2024

Wer hätte gedacht, dass eine morgendliche Tasse Kaffee gegen Alkoholismus helfen kann?



Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat herausgefunden, dass Koffein die Reaktion des Gehirns auf Alkohol blockieren kann, wodurch das Risiko der Abhängigkeit verringert wird.

Koffein vs. Alkohol: der Kampf der psychoaktiven Substanzen

Psychoaktive Substanzen beeinflussen unseren Körper und unser Verhalten. Koffein zum Beispiel kann das Volumen der grauen Substanz im Gehirn vorübergehend verringern, was die kognitiven Funktionen beeinträchtigt. Alkohol, egal in welcher Stärke, verschlechtert unsere Ernährung, indem er uns nach fettigen und salzigen Lebensmitteln lechzen lässt und schnelle Kohlenhydrate den gesunden Ballaststoffen vorzieht.

Was aber, wenn eine psychoaktive Substanz die Wirkung einer anderen aufheben kann? Wissenschaftler aus den USA und Italien beschlossen, diese Hypothese zu testen und veröffentlichten die Ergebnisse in der Zeitschrift Translational Psychiatry.

Experiment an Nagetieren: Koffein in Aktion

Die Forscher führten ein Experiment mit männlichen Ratten durch. Eine Gruppe erhielt nur Alkohol, eine andere - Alkohol und Koffein, die dritte - spezielle Medikamente, um die Wirkung zu verfolgen. Es stellte sich heraus, dass Koffein die durch Alkohol verursachte Dopaminausschüttung wirksam blockiert. Und es ist das Dopamin, das uns ein Gefühl der Zufriedenheit vermittelt und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass wir wieder trinken.

Darüber hinaus verhinderte Koffein die Bildung von Salsolinol, einer Substanz, die mit dem Belohnungssystem in Verbindung gebracht wird, das uns für den Genuss eines Getränks "belohnt". Selbst wenn Salsolinol und Morphin direkt verabreicht wurden, blockierte Koffein deren Wirkung auf die Dopamin-Neuronen.

Was bedeutet das für uns?

Bei Nagetieren, die zuvor keinen Alkohol konsumiert hatten, verhinderten niedrige Dosen von Koffein die Freisetzung von Dopamin in dem Bereich des Gehirns, der für die Belohnung verantwortlich ist, stellen die Autoren der Studie fest.

Mit anderen Worten: Koffein reduziert das angenehme Gefühl des Alkohols und verringert damit das Risiko der Abhängigkeit.

Beschränkungen und Zukunftspläne

Natürlich hat die Studie ihre Grenzen. Es wurden nur männliche Mäuse untersucht, die zuvor keinen Alkohol probiert hatten. Die Wissenschaftler planen, das Experiment mit weiblichen Tieren und Tieren, die bereits alkoholabhängig sind, zu wiederholen.

Schlussfolgerungen: Wird Kaffee uns retten?

Es ist zwar noch zu früh, um zu sagen, dass Koffein ein Allheilmittel gegen Alkoholismus ist, aber die Ergebnisse sind ermutigend. Vielleicht werden in Zukunft Medikamente auf Koffeinbasis zur Vorbeugung von Sucht entwickelt. In der Zwischenzeit haben wir eine gute Ausrede, um unsere morgendliche Tasse Kaffee nicht auszulassen. Denken Sie einfach daran: In Maßen ist alles gut!

Elena Rasenko

Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Nachrichten nach Themen

Populäre Nachrichten

Kriegsnachrichten