Neue Methode hilft, frühe Gehirnveränderungen im Zusammenhang mit Alzheimer zu erkennen
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Wissenschaftler haben eine neue Methode vorgeschlagen, um frühe Gehirnveränderungen im Zusammenhang mit der Alzheimer-Krankheit zu beurteilen. Die Methode basiert auf herkömmlichen MRT-Daten und zeigt, wie sehr die Gehirnstruktur einer bestimmten Person dem für Alzheimer-Patienten charakteristischen Gehirnmuster ähnelt.
Wichtig: Dies ist kein fertiger diagnostischer Test oder ein "Urteil". Der neue Indikator bewertet die Ähnlichkeit mit einem bekannten Krankheitsbild und das potenzielle Risiko, bedeutet aber nicht, dass eine Person zwangsläufig erkranken wird.
Details
Die Methode heißt Regionaler Vulnerabilitätsindex oder RVI-AD. Sie wurde von Forschern des University of Texas Health Science Center, der UTHealth Houston School of Behavioral Health Sciences, der Keck School of Medicine der USC und der University of Maryland School of Medicine entwickelt. Die Arbeit ist in der Zeitschrift Molecular Psychiatry veröffentlicht.
Die Idee der Methode besteht darin, nicht nach einer einzelnen "gefährlichen" Stelle im Gehirn zu suchen, sondern das Gesamtmuster der Veränderungen zu bewerten. Zu diesem Zweck verwendeten die Wissenschaftler große Arrays von Neuroimaging-Daten von Menschen mit und ohne Alzheimer-Krankheit. Auf dieser Grundlage identifizierten sie ein typisches Muster von Veränderungen im Zusammenhang mit der Krankheit.
Das Gehirn einer einzelnen Person kann dann mit diesem Muster verglichen werden. Der RVI-AD-Index berücksichtigt Parameter wie das Volumen, die Dicke und die Größe der verschiedenen Gehirnregionen. Je besser die MRT-Daten mit dem "Alzheimer-ähnlichen" Muster übereinstimmen, desto höher ist der Index.
Die Autoren betonen, dass sich frühe Veränderungen bei der Alzheimer-Krankheit lange vor spürbaren Symptomen bilden können - bevor sich Gedächtnis, Aufmerksamkeit oder Alltagsdenken verschlechtern. Daher wollen die Forscher solche Indizes für eine frühere Risikobewertung nutzen, auch bei Erwachsenen, die noch keine kognitiven Beschwerden haben.
Warum das wichtig ist
Die Alzheimer-Krankheit wird in der Regel diagnostiziert, wenn eine Person bereits deutliche Beeinträchtigungen des Gedächtnisses und des Denkens aufweist. Doch bis zu diesem Zeitpunkt kann es viele Jahre dauern, bis sich die Veränderungen im Gehirn entwickeln. Deshalb suchen Wissenschaftler zunehmend nach Möglichkeiten, das Risiko früher zu erkennen - bevor sich Symptome zeigen.
Ein potenzieller Vorteil von RVI-AD ist, dass es mit der MRT arbeitet, einer nicht-invasiven und leichter zugänglichen Methode als einige andere Methoden zur Bewertung von Biomarkern, wie PET-Scans oder die Analyse von Liquor.
Wenn dieser Ansatz in weiteren Studien validiert wird, könnte er Ärzten helfen, Menschen mit höherem Risiko früher zu erkennen und enger mit Faktoren zusammenzuarbeiten, die mit Demenz in Verbindung stehen: kardiovaskuläre Gesundheit, Lebensstil, Vererbung und andere Parameter.
Hintergrund
Derzeit werden verschiedene Arten von Biomarkern für die Alzheimer-Krankheit untersucht: Gehirnveränderungen auf MRT- und PET-Scans, Indikatoren im Liquor, Bluttests, genetische Faktoren und digitale Marker. Jeder Ansatz hat seine eigenen Grenzen in Bezug auf Kosten, Verfügbarkeit, Genauigkeit und Anwendbarkeit in der klinischen Routinepraxis.
RVI-AD gehört zu einem Bereich, in dem versucht wird, Daten aus großen Neuroimaging-Studien in ein verständliches, individuelles Maß zu übersetzen. Aber im Moment ist es ein Forschungsinstrument. Es kann nicht als eine unabhängige Diagnose der Alzheimer-Krankheit bei einer bestimmten Person angesehen werden.
Quelle
Die Studie von Peter Kochunov und Co-Autoren Alzheimer's disease-like brain pattern biomarker: capturing risks and predicting disease onset wird in Molecular Psychiatry 2026 veröffentlicht. Die Autoren entwickelten den RVI-AD-Index, der die Ähnlichkeit der Gehirnstruktur einer Person mit für die Alzheimer-Krankheit charakteristischen Mustern bewertet.
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Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.













