Neurobiologen haben erklärt, warum sich Hunde nach dem Baden unbedingt abschütteln müssen

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Das Geheimnis des "feuchten Tanzes" der Hunde ist gelüftet
07:00, 14.11.2024

Wenn Ihr Hund nach dem Bad eine Fontäne aus Gischt um Sie herum macht, ist das nicht nur ein lustiger Trick.



Ein Team von Neurowissenschaftlern der Harvard Medical School hat endlich den neuronalen Mechanismus hinter dieser einzigartigen Fähigkeit der pelzigen Tiere, Feuchtigkeit loszuwerden, herausgefunden.

In ihrer Studie, die in der Zeitschrift Science veröffentlicht wurde, haben die Wissenschaftler Öl auf den Nacken von Mäusen aufgetragen und die Reaktion ihrer mechanosensiblen Neuronen beobachtet. Ja, Sie haben richtig gehört - Mäuse! Es stellte sich heraus, dass diese kleinen Nagetiere es auch verstehen, sich wie kleine Hunde abzuschütteln, wenn sie nass werden.

Frühere Studien und Beobachtungen haben gezeigt, dass Tiere wie Hunde und Bären sich in einer speziellen wellenförmigen Weise abschütteln und so das Wasser von ihrem Fell schaufeln. Der neuronale Mechanismus dieses Verhaltens ist jedoch ein Rätsel geblieben.

Um ihn zu enträtseln, führten Wissenschaftler Experimente durch, bei denen sie verschiedene Reize auf den Rücken und den Nacken von Mäusen ausübten. Sie stellten fest, dass die Mäuse nicht nur auf Wasser, sondern auch auf Luftströme und Öl reagierten, das auf ihren Nacken aufgetragen wurde. In weiteren Experimenten wurde Öl als Reizmittel verwendet.

Da das Team vermutete, dass das Abschütteln eher mit Mechanosensibilität als mit einer Reaktion auf Temperaturveränderungen zusammenhängt, schaltete es bei den Testmäusen das Piezo2-Gen aus, das für seine Rolle bei der Berührung bekannt ist. Das Ergebnis war beeindruckend: Die Mäuse hörten auf zu zittern. Es geht also wirklich um den Tastsinn!

Als nächstes untersuchten die Wissenschaftler die Reaktion von drei Arten von Mechanorezeptoren, indem sie die Mäuse mit Öl stimulierten. Einer der Rezeptoren, die so genannten C-LTMRs, löste bei Stimulation immer wieder ein Zucken aus. Die Entfernung dieses Rezeptors reduzierte diese Reaktion erheblich und bestätigte damit seine Schlüsselrolle.

Die Forscher zeichneten schließlich den Weg der sensorischen Signale von der Haut zum Rückenmark und dann zum Gehirn auf. Dies ermöglichte es ihnen, die neuronalen Mechanismen vollständig aufzudecken, die dem zugrunde liegen, was das Team "Wet Dog Dancing" nennt.

Wenn Ihr vierbeiniger Freund Sie also das nächste Mal nach einem Spaziergang im Regen "duscht", sollten Sie wissen, dass es sich dabei nicht nur um einen Streich handelt, sondern um einen komplexen neuronalen Prozess, der ihm hilft, schnell abzutrocknen.

Und es könnte sich lohnen, einen Schritt zur Seite zu gehen, um nicht Teil dieses wissenschaftlichen Experiments zu werden!

Maria Grynevych

Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.

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