Paläontologen haben Vögel mit Zähnen gefunden, die uns sagen, was sie gegessen haben
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Eine kürzlich gemachte Entdeckung auf dem Gebiet der Paläontologie hat Licht auf das Verhalten von Vögeln in der Antike geworfen.
Forscher haben in den versteinerten Überresten eines der frühesten Vögel, Longipteryx chaoyangensis, Samen in ihren Mägen gefunden, was darauf hindeutet, dass sie sich von Früchten ernährten. Dies widerlegt frühere Hypothesen, dass sich diese Vögel aufgrund ihrer starken Zähne an den Schnabelspitzen von Fischen oder Insekten ernährten.
Longipteryx, die vor etwa 120 Millionen Jahren im heutigen China lebten, gehörten zu den frühesten Vögeln und ihre Struktur bleibt für die Wissenschaftler ein Rätsel. Fossilien dieses Vogels wurden erstmals im Jahr 2000 gefunden. Damals glaubte man, dass sein länglicher Schädel und seine Zähne auf einen fischenden Lebensstil hinwiesen, ähnlich wie beim modernen Eisvogel. Jüngste Entdeckungen haben diese Theorie jedoch in Frage gestellt.
Bei einem Besuch in einem Museum in Shandong, China, fand der Hauptautor der Studie, Dr. Jingmai O'Connor, zwei Longipteryx-Exemplare mit etwas Ungewöhnlichem in der Magengegend. Nachdem sie sich mit dem Paläobotaniker Fabian Herrera beraten hatten, kamen sie zu dem Schluss, dass es sich bei diesen Strukturen um nichts anderes als uralte Samen handelte. Die Samen gehörten zu den Früchten von Gymnospermen, den Vorfahren der modernen Nadelbäume und Ginkgos.
Diese Entdeckung war der erste Beweis dafür, dass Longipteryx sich höchstwahrscheinlich von Früchten ernährte und nicht von Fischen, wie bisher angenommen. Da damals ein gemäßigtes Klima herrschte, ernährten sich diese Vögel wahrscheinlich gemischt, d.h. in der Saison von Früchten und in der übrigen Zeit von Insekten.

Die Untersuchung von Longipteryx wirft auch die Frage nach dem Zweck ihres langen Schnabels mit dicken Zähnen auf. Die Dicke des Zahnschmelzes auf den Zähnen dieses kleinen Vogels ist vergleichbar mit der von großen Raubsauriern wie dem Allosaurus, was Wissenschaftler dazu veranlasst, über eine andere Funktion dieser erstaunlichen Struktur nachzudenken.
Eine Hypothese besagt, dass der Schnabel und die Zähne bei sozialen oder sexuellen Begegnungen eingesetzt worden sein könnten. Moderne Kolibris haben zum Beispiel ähnliche Gebilde an den Spitzen ihrer Schnäbel, die sie bei Kämpfen um Ressourcen einsetzen. Die Zähne der Longipteryx könnten auch eine Art Waffe gewesen sein, mit der sie sich verteidigten oder um Territorium und Nahrung konkurrierten.
Diese Studie trägt dazu bei, die Frage zu klären, inwieweit die äußeren Merkmale von Fossilien das Verhalten von Tieren genau anzeigen können. Dr. O'Connor betont, wie wichtig es ist, das Verhalten alter Vögel anhand von komplexeren Faktoren als nur der Skelettstruktur zu untersuchen.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.













