Wie Yoga-Atemübungen die Gehirnfunktion beeinflussen

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Sudarshan Kriya Yoga Technik verändert den Gehirnrhythmus und reduziert Stress
23:00, 18.09.2025

Die rhythmische Atmung, die bei der Praxis von Sudarshan Kriya Yoga (SKY) verwendet wird, bewirkt spürbare Veränderungen der Gehirnaktivität, die mit einem Zustand tiefer Entspannung einhergehen.



Zu diesem Ergebnis kamen Forscher des Indian Institute of Technology in Gandhinagar zusammen mit dem Sri Sri Institute of Advanced Studies und dem Kardiologiezentrum Fortis Escort, schreibt Phys.org.

Die Autoren der Arbeit dokumentierten, dass SCY-Praktizierende eine Zunahme der Amplitude der Theta- und Delta-Rhythmen des Gehirns aufweisen, während die Leistung des Alpha-Rhythmus abnimmt. Diese Veränderungen sind in Phasen der Tiefenentspannung, wie z.B. Yoga Nidra, besonders ausgeprägt und entsprechen dem in alten Texten beschriebenen Zustand des Samadhi - des vollständigen inneren Friedens.

Angesichts der steigenden Zahl von Stress, Ängsten und Depressionen und des begrenzten Zugangs zu Psychotherapie wächst das Interesse an kostengünstigen und zugänglichen Möglichkeiten der Selbstregulierung. Yoga, Atemübungen und Meditation haben sich bereits als wirksam erwiesen, um das emotionale Wohlbefinden, die Konzentrationsfähigkeit und die Aufmerksamkeitsregulation zu verbessern.

In einer neuen Arbeit, die in der Zeitschrift npj Mental Health Research mit dem Titel "Discovering deep relaxation: the effect of rhythmic breathing on brain rhythms" veröffentlicht wurde, untersuchten Wissenschaftler, wie sich die Gehirnaktivität während der verschiedenen Phasen von SCY verändert. An dem Experiment nahmen 43 erfahrene Praktizierende teil, die Kurse im Art of Living Foundation Centre in Bangalore besuchten. Die Teilnehmer waren etwa 25 Jahre alt und hatten zwischen einem und 18 Jahren Praxiserfahrung. Eine Kontrollgruppe von 10 Personen hörte während dieser Zeit einfach nur entspannende Musik.

Die Studie wurde mit einem 24-Kanal-EEG durchgeführt. Die Sitzung war in fünf Phasen unterteilt: Vorruhe, Pranayama (Atemübungen), Kriya (rhythmische Atmung), Yoga Nidra (Tiefenentspannung) und Endruhe. Die größten Veränderungen wurden in den Kriya- und Yoga-Nidra-Phasen festgestellt: Theta- und Delta-Wellen nahmen zu, während der Alpha-Rhythmus abnahm, insbesondere in den parietalen und okzipitalen Bereichen des Gehirns.

Eine Kontrollgruppe, die Musik hörte, zeigte keine ähnlichen Veränderungen, was darauf hindeutet, dass der Effekt speziell mit der Atemtechnik zusammenhängt. Die Forscher betonen, dass das regelmäßige Üben von SCY eine wirksame nicht-medizinische Methode zum Stressabbau sein und sogar die Grundlage für Neurofeedback-Programme bilden kann.

Allerdings räumen die Autoren auch die Grenzen der Studie ein. So wurde beispielsweise Musik als Kontrolle verwendet, deren Parameter nicht eindeutig beschrieben wurden, und die Gruppe selbst hatte keine zusätzliche "stille" Kalibrierung. Auch ein Vergleich mit untrainierten Teilnehmern, die Atemübungen ohne eine spezielle Technik durchführten, war nicht vorgesehen. Darüber hinaus wurden zwei EEG-Kanäle aufgrund von Rauschen bei einigen der Probanden von den Analysen ausgeschlossen, was die Interpretation der Daten beeinträchtigen könnte.

Schließlich ist noch anzumerken, dass einer der Co-Autoren der Studie das Institut vertritt, das vom Begründer der SCI-Technik selbst gegründet wurde. Dies stellt die vollständige Unabhängigkeit der Ergebnisse in Frage, obwohl offiziell kein Interessenkonflikt besteht.

Nichtsdestotrotz zeigt die Studie, dass die rhythmische Atmung tatsächlich in der Lage ist, physiologische Zustände herbeizuführen, die mit tiefer Meditation vergleichbar sind, und sie verdient weitere wissenschaftliche Aufmerksamkeit.

Mykola Potyka

Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.

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